Kommentar

Die Große Koalition muss Hagen bei den Altschulden helfen

Hagen, Redakteur Michael Koch Redaktionsleiter WP WP Lokalredaktion

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Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

In Hagen sind in der Vergangenheit selbst Fehler gemacht worden. Deshalb ist der Schuldenberg von einer Milliarde Euro nicht vom Himmel gefallen. Dass es aber nicht nur an der Hagener Politik und Verwaltung gelegen haben kann, ist schon daran unschwer zu erkennen, dass es in vergleichbaren Städten – insbesondere im Ruhrgebiet – ganz ähnlich aussieht. Es sind die Folgen des Strukturwandels, die all die Städte in die Überschuldung getrieben haben: Hohe Arbeitslosigkeit produziert hohe Sozialkosten – und die sind über viele Jahre den Kommunen aufgebürdet worden.

Die Entwicklung wird noch dadurch verschärfen, dass arme Städte weiter die Armut quasi anziehen. Dieser Kreislauf kann nur durch Hilfe von außen durchbrochen werden – das weiß jeder. Jetzt ist die Solidarität von ganz Deutschland gefragt – so wie es selbstverständlich war, dass wir alle Ostdeutschland geholfen haben. Wer, wenn nicht eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD – also jene Parteien, die trotz ihrer Verluste noch immer die meisten Mandate in den Kommunalparlamenten der Republik haben – sollte das beschließen? Deshalb: Es ist nur zu hoffen, dass der Seehofer-Bericht am Mittwoch doch konkrete Maßnahmen enthält. Alles andere wäre ein Armutszeugnis. Michael Koch

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