Die Nutria wird gejagt

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Das Tier sieht ein bisschen so aus wie ein Hamster, wie eine Ratte, wie ein Biber, oder? Tatsächlich wird es auch Biberratte genannt. Oder Sumpfbiber. Oder Wasserratte. Sein eigentlich Name aber lautet Nutria (das Tier auf dem Foto ist übrigens ein ausgestopftes Exemplar).

Nutrias gibt es viele an den Seen und Flüssen in Hagen. Doch eigentlich ist die Nutria ein Tier, das hier gar nicht hingehört. Das ist so: Nutrias haben in unserer Gegend nicht immer gelebt wie vielleicht Igel oder Rehe. Neun, sie sind eigentlich in Südamerika (das ist gaaanz weit weg) heimisch, wurden aber wegen ihres warmen Fells als Pelzlieferant in Pelzfarmen gehalten. Einige Tieren gelang die Flucht oder sie wurden freigelassen, und mit der Zeit vermehrten sie sich in der freien Wildbahn und verbreiteten sich so auch in Hagen. Solche Tiere, die hier nicht immer lebten, nennt der Experte „invasive Arten“.

Die Nutria ist nicht gern gesehen in Hagen, weil sie in Naturschutzgebieten seltene Pflanzen auffrisst. An manchen Teichen hat sie die Stauden und das Röhricht ratzekahl weggefressen. Damit das nicht mehr passiert, wird die Nutria gejagt. Wenn es dann nicht mehr so viele Nutrias gibt, können wieder mehr der seltenen Pflanzen gedeihen. Auch die Bisamratte, die sich ähnlich verhält wie die Nutria, wird in Hagen gejagt. Foto: Kleinrensing

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