Kandidatur

Diegel soll für CDU in den Landtag

Helmut Diegel möchte sich im Düsseldorfer Landtag noch einmal für die CDU engagieren.

Helmut Diegel möchte sich im Düsseldorfer Landtag noch einmal für die CDU engagieren.

Foto: WAZ FotoPool

Hagen.   Ex-Regierungspräsident Diegel plant sein Comeback. Der 59-Jährige will für die CDU Hagen in den Landtag einziehen. Die Personalie muss noch durch die Parteigremien.

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Die Hagener CDU wird mit einem äußerst prominenten Spitzenkandidaten in den NRW-Landtagswahlkampf 2017 ziehen: Helmut Diegel (59) hat nach Informationen dieser Zeitung im engsten Kreis der örtlichen Parteispitze unmissverständlich seine Bereitschaft signalisiert, am 14. Mai kommenden Jahres in Hagen noch einmal für die Union anzutreten und somit das Duell gegen SPD-Platzhirsch Wolfgang Jörg aufzunehmen. Der äußerst erfahrene Ex-Landtagsabgeordnete und ehemalige Regierungspräsident möchte nach einem schweren Herzinfarkt im Jahr 2014 und seinem erfolgreichen Genesungsprozess noch einmal auf dem Düsseldorfer Parkett Verantwortung übernehmen.

Kreisvorstand noch nicht informiert

„Meine Lust an der Politik ist wieder da“, bestätigt der versierte Vollblutpolitiker auf Anfrage seine Ambitionen. „Allerdings möchte ich den Entscheidungen der Parteigremien nicht vorgreifen“, verweist das Mitglied der Ortsunion Emst auf die offiziellen Entscheidungswege der Partei. Bislang wurde noch nicht einmal der Kreisvorstand über diese Personalie informiert.

Die Diegel-Kandidatur ist das Ergebnisse eines zähen Findungsprozesses, der im Sommer 2015 seinen Anfang nahm. Damals, so heißt es aus Kreisen der Hagener CDU, fragte Kreisvorsitzender Christoph Purps erstmals seinen Parteifreund, der von 1992 bis 2005 ebenfalls schon einmal die Hagener CDU anführte, ob er sich vorstellen könne, noch einmal für ein Landtagsmandat anzutreten. Diegel, von 1985 bis 2005 bereits am Rhein aktiv, politisch geschätzt und zuletzt als finanzpolitischer Sprecher der NRW-CDU sogar als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Finanzministers gehandelt, wurde vor diesem Karriereschritt letztlich von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) jäh ausgebremst und ins Arnsberger Regierungspräsidium davongelobt. Finanzminister wurde seinerzeit stattdessen der verdiente Rüttgers-Intimus Helmut Linssen, ein enger Weggefährte Diegels.

Zusage im Januar

Die für ihn verlockende Purps-Offerte nahm der 59-Jährige nach einer letzten Bedenkphase über Weihnachten im Januar 2016 letztlich an. Eine personelle Weichenstellung für den Landtagswahlkreis 103 bislang an allen Findungs- und Nominierungsgremien vorbei, in die – so erfuhr diese Zeitung aus Insider-Kreisen – vor wenigen Tagen lediglich engste Kreise der Hagener CDU eingeweiht wurden.

Kreisvorsitzender Purps möchte die Diegel-Nachricht so noch nicht offiziell bestätigen: „Mein Job ist es, Sondierungsgespräche zu führen, das tue ich auch mit Helmut Diegel“, hält sich der Parteichef bedeckt. „Ich bin froh über jeden, der Kompetenz und Erfahrung mitbringt. Da gibt es zum Glück genügend Persönlichkeit in der Hagener CDU. Die Ergebnisse und Inhalte werde ich dem höchsten Gremium zwischen den Parteitagen präsentieren – das ist der Kreisvorstand.“ Dieser tagt wieder am 18. April.

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