„InDieRegionRuhr4.0“

Digitale Zukunft: Investionscoach 4.0 weist Firmen den Weg

Foto: Ralf Rottmann/ Funke Foto Services

Hagen.   Es hat den Anschein, als würde der Begriff „4.0“ zur Zeit geradezu inflationär gebraucht. Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Allianz 4.0. Noch gibt es mehr Fragen als Antworten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Etwa, was haben Unternehmen und ihre Beschäftigten von der Reise ins digitale Zeitalter? Ein wenig Licht ins Dunkel für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) möchten die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Städte Hagen, Dortmund, Bochum, Herne und des Ennepe-Ruhr-Kreises bringen, und zwar mit ihrem Netzwerk „InDieRegionRuhr4.0“ – natürlich 4.0.

Fünf Kompetenzzentren Mittelstand 4.0 in NRW

2015 hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in einer Regierungserklärung das Zeitalter der Digitalisierung in Nordrhein-Westfalen ausgerufen. Inzwischen hat NRW eines von bundesweit fünf Kompetenzzentren Mittelstand 4.0 mit Hilfe von Bundesförderung bekommen. Zudem sei eine „Innovationsachse für den Mittelstand“ von Ostwestfalen-Lippe über Dortmund, Köln bis Aachen eingezogen worden – so formuliert es jedenfalls Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin.

„Die Region Ruhr geht mit dem Kompetenznetzwerk den nächsten wichtigen Schritt, die Chancen der Digitalisierung für die regionale Wirtschaft zu nutzen“, sagt Dortmunds Wirtschaftsförderer Pascal Ledune. Damit verbunden ist tatsächlich ein sehr konkretes Angebot an KMU. In Dortmund und Bochum stehen ab sofort sogenannte Innovationscoaches als 4.0-Experten für die Firmen bereit – oder, ganz analog, suchen die Unternehmen persönlich auf, um die digitale Revolution anzustoßen. Da, wo es selbst für die Coaches zu sehr ins Detail geht, gibt es den „InnoScheck.Ruhr“.

Unternehmen erhalten im Gegenwert von 5000 Euro Spezialistenberatung. Das reicht optimistisch geschätzt für fünf Beratertage. Für die Firmen kostenlos und schnell. Innerhalb von zwei Wochen soll es eine Scheck-Zusage geben, versprechen die Ruhrwirtschaftsförderer. Mit 1,5 Millionen Euro Finanzmitteln für die nächsten drei Jahre ist das Projekt ausgestattet. 1,3 Millionen Euro davon fließen aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über das Duin-Ministerium.

„Vielen Unternehmen fehlt die Kenntnis, wo sie beim Thema Digitalisierung mit Investitionen ansetzen sollen. Die Coaches zeigen, wohin die Reise gehen kann“, sagt Sven Frohwein von der Bochumer Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

In Südwestfalen begleiten Technologiescouts die Betriebe

Südwestfalen ist hier nur scheinbar von der Entwicklung abgehängt. Hier heißen die Coaches zwar Technologiescouts, und dies schon seit einigen Jahren. Leisten aber das gleiche. Für ein „4.0“ im Namen war die Region wohl einfach zu früh dran. In Kooperation mit Experten von Instituten und Hochschulen beraten sie bei Prozessoptimierung und Produktentwicklung gerade die kleineren und mittleren Betriebe in der Region – erfolgreich.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben