Nachwuchsband

„Divided Soul“ belebt jungen Hard-Rock in Hohenlimburg

Die Hohenlimburger Band „Divided Soul“ besteht aus (von links) Oliver Müller, Noah Preuschoff, Torben Strassburger und Marvin Hommeltenberg.

Die Hohenlimburger Band „Divided Soul“ besteht aus (von links) Oliver Müller, Noah Preuschoff, Torben Strassburger und Marvin Hommeltenberg.

Foto: Marcel Krombusch

Hohenlimburg.   Kaum jemand in der Schule höre Rockmusik, sagen die Jungs von „Divided Soul“. Warum die Nachwuchsband aus Hohenlimburg das Genre trotzdem liebt

Mit ihrem Musikgeschmack gehören sie zu Außenseitern auf dem Schulhof. „Rock ist in unserer Generation fast ausgestorben“, sagt Noah Preuschoff. Vielleicht 50 von 800 Schülern auf seiner Schule hörten Rockmusik, schätzt der 15-Jährige. Umso mehr Engagement setzt er selbst dagegen: Noah Preuschoff spielt Schlagzeug bei „Divided Soul“, einem impulsiven Hoffnungsträger unter den ganz jungen Bands in Hohenlimburg. Sie standen bereits als Vorband von „Zoff“ auf der Bühne, spielen im Juni in Bochum und im September bei den Herbsttagen in Hemer.

Handgemachte Live-Musik mit Schlagzeug und E-Gitarre ist für Veranstaltungen begehrt, findet aber bei vielen jüngeren Menschen heute kaum noch statt, merken auch Noahs Bandkollegen. „Wir sind in der falschen Generation geboren“, sagt Gitarrist Oliver Müller. „Die meisten hören Popmusik oder Deutschrap“, ergänzt Torben Strassburger. Der 18-Jährige hat „Divided Soul“ mitgegründet und spielt die Lead-Gitarre.

Kaum Gleichgesinnte im Umfeld – auch deshalb hat es knapp zwei Jahre gedauert, bis die endgültige Formation der Band stand. „Wir hatten mal eine Sängerin, die hat aber lieber Pop gesungen“, so Strassburger. So trennten sich bald die Wege.

Gitarrensolo als Vorbild

Umso erstaunlicher, dass für die vier Jungs von „Divided Soul“ gerade Bands wie Metallica und Guns n’ Roses zu Vorbildern geworden sind. Woher die Begeisterung? „Bei mir war es ein Video auf Youtube“, blickt Torben Strassburger ein paar Jahre zurück. Auf der Videoplattform sah er ein Solo von „Slash“, dem Gitarristen von Guns n’ Roses – und kam auf den Geschmack. „Ich wollte auch so spielen können.“

Bei seinen Bandkollegen war es meist der Einfluss der Eltern, schallte doch daheim häufig Rockmusik durch das Wohnzimmer.

Für die Jungs war es Grundlage einer Begeisterung, die noch lange anhalten dürfte: So wollen sie weiter Songs schreiben, auf die Bühne gehen und irgendwann eine eigene CD veröffentlichen. Die Schulkollegen werden dadurch zwar wahrscheinlich nicht „bekehrt“. Ein verbindendes Musikgenre gebe es aber doch: „Meistens treffen wir uns bei Schlagermusik – dazu feiern alle“, sagt Oliver Müller und lacht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben