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Dreikönigstreffen: FDP Hagen spart Twitter-Affäre aus

Die FDP-Führung stellt sich auf zum Foto mit dem Gastredner (von links):Vize-Kreisvorsitzender Hans-Joachim Geisler, Schatzmeister Horst Wortmann, Claudia Hegenberg, Lars Peter Hegenberg, die Bundestagsabgeordnete Katrin Henning Plahr, NRW-Wirtschaftsminister  Andreas Pinkwart, Fraktionsvorsitzender Claus Thielmann, Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth, Philipp Alda, Barbara Wittek, Dominik Weiß sowie Christoph von der Heyden.

Die FDP-Führung stellt sich auf zum Foto mit dem Gastredner (von links):Vize-Kreisvorsitzender Hans-Joachim Geisler, Schatzmeister Horst Wortmann, Claudia Hegenberg, Lars Peter Hegenberg, die Bundestagsabgeordnete Katrin Henning Plahr, NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, Fraktionsvorsitzender Claus Thielmann, Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth, Philipp Alda, Barbara Wittek, Dominik Weiß sowie Christoph von der Heyden.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Die Twitter-Affäre von Ulrich Alda hat Hagens FDP bewegt. Doch beim Dreikönigstreffen wird das Thema ausgespart. Ein Minister steht im Fokus.

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. Das Thema, das Hagens Liberale in den vergangenen Wochen bewegt hat, war am Freitagabend keines. Und der Name des Mannes, der rund um Weihnachten für die Schlagzeilen gesorgt hatte, wurde gestern Abend kein einziges Mal erwähnt – jedenfalls nicht offiziell. Die Twitter-Affäre von Ulrich Alda und dessen Rücktritt als Parteichef wurden beim Dreikönigs-Treffen der Hagener FDP komplett ausgeblendet. Allenfalls später beim Essen und Trinken an den Tischen wurde darüber geredet.

Alda selbst, der nach seinen höchst umstrittenen Formulierungen beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter („Moslems mobben unsere Kinder“, oder „Das links/GRÜNE Chaoten-Pack will die Macht übernehmen und uns alle ausliefern“ ) vom restlichen Vorstand zum Rücktritt aufgefordert worden war, fehlte am Freitag zunächst. Gegen 21 Uhr – die Reden waren gehalten – kam er dann aber doch noch in das Stadthallen-Restaurant. Ohne größeres Aufsehen führte er Gespräche.

„Dass das Ganze heute kein Thema ist, machen wir heute Abend ganz bewusst so“, sagte Lars Peter Hegenberg, der stellvertretende Vorsitzende der Hagener FDP, der wohl auch für die Alda-Nachfolge kandidieren wird. „Dafür gibt es am 1. März die Gelegenheit beim Kreisparteitag.“

Pinkwart lobt Landesregierung

Und so stand gestern Abend der Gastredner im Mittelpunkt: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Der blickte erwartungsgemäß positiv auf die vergangenen 18 Monate zurück, in denen die CDU/FDP-Regierung in Nordrhein-Westfalen am Ruder ist. Er propagierte die Entbürokratisierung und die Schaffung von besseren Wachstumsbedingungen. Im Landesentwicklungsplan ermögliche die Landesregierung den Kommunen 20 bis 30 Prozent mehr Flächen für Wohnen und Arbeiten auszuweisen. „Nur so ist Wachstum möglich. Die alte Landesregierung hatte es sich offensichtlich auferlegt, nicht mehr wachsen zu wollen. Wir müssen aber wachsen.“ In seiner rund einstündigen Rede im Restaurant der Stadthalle reihte er Beispiel an Beispiel, um die aus seiner Sicht gegebenen Erfolge der schwarz-gelben Regierung hervorzuheben. „Und das hier ist keine Parteitags-Rhetorik, das ist Regierungshandeln.“

Der Hagener Vize-Parteichef Lars Peter Hegenberg rief indes seine Partei auf, sich im kommenden Europawahlkampf zu engagieren. Nach einem Jahr 2018, in dem es in Hagen keinen Wahlkampf zu absolvieren gegolten habe, freue er sich nun, wieder mit den Bürgern im Wahlkampf über liberale Themen reden zu können.

Beim Dreikönigs-Treffen, zu dem die Hagener Liberalen oft prominente Redner locken können (in den vergangenen beiden Jahren Christian Lindner und Joachim Stamp ), wurden auch zwei Parteimitglieder geehrt. Marianne Escher und Uwe Leicht bekamen Urkunden für ihre 25-jährige Verbundenheit mit der FDP.

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