Kriminalität

Teurer Mercedes bei „falschem Polizisten“ aus Hagen gefunden

Einen zur Fahndung ausgeschriebenen Mercedes AMG GT S (510 PS, Listenpreis 136.000 Euro) fand die Polizei bei dem Hagener.

Einen zur Fahndung ausgeschriebenen Mercedes AMG GT S (510 PS, Listenpreis 136.000 Euro) fand die Polizei bei dem Hagener.

Foto: Uli Deck

Hagen  Bei dem „falschen Polizisten“ , der von Spezialkräften der Polizei in Hagen festgenommen wurde, ist ein teurer Mercedes gefunden worden.

. Der „falsche Polizist“ (21)m der vergangene Woche auf der Eckeseyer Straße vom Mobilen Einsatzkommandos (MEK) der Polizei Rheinland-Pfalz spektakulär festgenommen wurde, hatte in seiner Garage noch einen wertvollen Schatz versteckt: Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler bei dem 21-jährigen Hagener einen Autoschlüssel – einen Führerschein besitzt er allerdings nicht.

Der mitgeführte Schlüssel wurde anschließend ausgelesen und konnte einem bereits zur Fahndung ausgeschriebenen Mercedes AMG GT S (510 PS, Listenpreis 136.000 Euro) zugeordnet werden.

In der Garage in Eckesey fanden die Ermittler das hochwertige matt-graue Sportfahrzeug. Der eigentliche Besitzer hatte den Mercedes bei einem Autohaus in Kassel finanziert, konnte die Raten aber nicht mehr bezahlen. Das Autohaus forderte das Fahrzeug zurück – doch der Besitzer ließ es offensichtlich nach Hagen verschwinden. Offenbar kennen sich der Hagener und der Kasseler. Der Mann aus Kassel sitzt in einer anderen Angelegenheit in Haft.

Ranghohes Mitglied einer Bande

Der 21-Jähriger Hagener ist nach Ansicht der Ermittler ein ranghohes Mitglied einer streng hierarchisch strukturierten Bande, die sich am Telefon

als Polizeibeamte ausgeben.

Die Drahtzieher sitzen in der Türkei, von dort kamen wohl auch die meisten Telefonanrufe. Um glaubhafter zu wirken, manipulierten die Täter die Rufnummern, so dass bei den Opfern die Notruf-Nummer Polizei im Display des Telefons erschien.

Zwei Komplizen sagen gegen Hagener aus

Der junge Hagener koordinierte die so genannten „Logistiker“ der Bande , die dann wiederum bei den Opfern – meist ältere Menschen – im großen Stil Bargeld und Wertgegenstände erbeutet haben. Wie hoch der Schaden ist, den die Bande angerichtet hat, ist noch nicht klar. Derzeit können ihm 13 Taten in Rheinland-Pfalz zugeschrieben werden.

Nach WP-Informationen sollen die zwei Hagener (32, 38), die bereits im Juli festgenommen wurden und als „Logistiker“ der Betrüger-Bande arbeiteten, umfangreich gegen den 21-jährigen ausgesagt haben. Sie wurden vor kurzem wieder aus der Untersuchungshaft freigelassen. Der 21-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und schweigt.

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