Elektromobilität

E-Autos: Enervie und Hagener Elektriker bieten Komplettpaket

Werben für das Komplett-Angebot mit Wallbox und Installation (von links): Christopher Kuppig, Produktentwicklung E-Mobilität, und die Innungsvertreter Oliver Böhme, Hartmut Lemmer sowie Joachim Beinhold.

Werben für das Komplett-Angebot mit Wallbox und Installation (von links): Christopher Kuppig, Produktentwicklung E-Mobilität, und die Innungsvertreter Oliver Böhme, Hartmut Lemmer sowie Joachim Beinhold.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Hagener Elektriker und die Enervie kooperieren in Sachen E-Mobilität. Für Fahrer von Elektroautos bieten sie ein Komplettpaket.

Obwohl immer mehr Automarken große Elektro-Offensiven ankündigen, droht die Vorgabe der Bundesregierung, bis 2020 eine Millionen E-Autos auf deutsche Straßen zu bringen, kläglich zu scheitern. Und dennoch glaubt der Energieversorger Enervie fest an die Zukunft der Elektromobilität. Und bringt gemeinsam mit den Elektroinnungen Hagen und Lüdenscheid ein Rund-um-sorglos-Paket für die Besitzer von Elektrofahrzeugen auf den Markt.

Wallbox (Ladestation), Installation, Ökostrom und optionale Tankkarte umfasst das Produkt, das die Enervie im Gebiet ihrer Grundversorgung (nach Absprache eventuell darüber hinaus) anbietet. „Dahinter steckt die Erkenntnis, dass sich ein großer Teil der E-Auto-Fahrer wünscht, die Fahrzeuge nicht öffentlich, sondern zu Hause oder am Arbeitsplatz zu laden“, sagt Christopher Kuppig von der Abteilung Produktentwicklung E--Mobilität. 72 Prozent sind das laut einer Umfrage des Bundesverbandes Energie- und Wasserwirtschaft (BEDW).

Energieversorger hat zwei Boxen im Angebot

Also bietet Mark-E zwei verschiedene Wallboxen mit 11 bzw. 22 Kilowatt Leistung an, mit denen sich beispielsweise ein VW Golf in rund drei bzw. unter zwei Stunden komplett wieder aufladen lässt. „Diese Ladegeräte können in einer Garage oder an einem Stellplatz aufgestellt werden“, so Kuppig weiter.

Daneben will der Energieversorger die nach eigenen Angaben „gute Kooperation“ im regionalen Raum stärken. Wer beim Energieversorger eine Wallbox erwerben will, dem vermittelt die Enervie zunächst einen Termin mit einem heimischen Handwerker, der die Situation vor Ort in Augenschein nimmt und später die Wallbox einbaut und in Betrieb nimmt. „In Verbindung mit einem Ökostromtarif halte ich das für ein gutes Gesamtpaket“, sagt Joachim Beinhold, Obermeister der Elek­troinnung.

Nicht alle Hagener Betriebe von Idee begeistert

Gleichwohl räumt er ein, dass das Projekt nicht bei allen 50 Mitgliedsbetrieben der Innung auf Begeisterung gestoßen ist: „Es gibt einige, die selbst Wallboxen vermarkten. Aber wir als Innung sehen die Enervie als Partner.“

Dass das Geschäft mit den Heimladestationen langsam anläuft, merkt auch Elektromeister Oliver Böhme, stellvertretender Obermeister der Innung: „Ich habe schon einige Boxen installiert. Die Nachfragen nehmen in den letzten Monaten zu.“ Zwar könne man einige Elektroautos auch an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose laden, allerdings seien dafür erheblich längere Ladezeiten erforderlich. Hinzu komme, dass eine solche Steckdose einen eigenen Kreislauf für sich bilde und über einen eigenen Fehlerstrom-Schutzschalter abgesichert sein müsse.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben