WP-Weihnachtsaktion

Ein Dankeschön an die vielen Helfer

Dankeschön-Treffen in der Stadthalle

Dankeschön-Treffen in der Stadthalle, Weihnachtsaktion fürs Frauenhaus. Jörn Raith, Stadthallen-Chefund Yvonne Meyer, Leiterin des Frauenhauses.

Dankeschön-Treffen in der Stadthalle, Weihnachtsaktion fürs Frauenhaus. Jörn Raith, Stadthallen-Chefund Yvonne Meyer, Leiterin des Frauenhauses.

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Hagen.   Beim Dankeschön-Treffen in der Stadthalle gab es einen lockeren Austausch über das Hagener Frauenhaus.

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Es war ein Treffen ohne Programm oder Tagesordnung. Es wurde kein Vortrag gehalten, und es traten auch kein Zauberer und kein Sänger auf. Es war ein lockerer Austausch über Themen, die die Anwesenden beschäftigen.

Zum dritten Mal in Folge hatte Jörn Raith zum Dankeschön-Treffen in sein Haus eingeladen.

Der Geschäftsführer der Stadthalle sieht sich als Teil dieser Stadt, „und deshalb nutze ich gern die Gelegenheit, mich bei Leuten, die sich hier in Hagen ehrenamtlich einbringen, zu bedanken“.

An diesem Abend waren jene Bürger ins Wasserlose Tal eingeladen, die sich rund im die WP-Weihnachtsaktion 2017 eingebracht hatten. Die Aktion stand (und steht, denn das Spendenkonto bleibt noch einige Tage bestehen) unter dem Motto „Frauen in Not stärken – Unterstützung für das Hagener Frauenhaus“.

Treffen im Restaurant Wintergarten

Zum Dankeschöntreffen ins Stadthallen-Restaurant Wintergarten waren nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen um Leiterin Yvonne Meyer gekommen, sondern auch das Team der Beratungsstelle. Beide Einrichtungen kümmern sich seit Jahren um Frauen (oftmals auch um deren Kinder), die unter häuslicher und/ oder psychischer bzw. sexueller Gewalt leiden.

Und dann natürlich die zahlreichen im Verein „Frauen helfen Frauen“ ehrenamtlich Aktiven: Sie haben dem Team der Stadtredaktion Hagen im Laufe der Weihnachtsaktion nicht nur etliche Schicksale geschildert und Einblicke in ihre Arbeit gewährt, sondern auch geschleppt, dekoriert, ausgezeichnet und verkauft.

Bei welcher Gelegenheit? Bei der WP-Benefizversteigerung im Sparkassen-Karree. Christel Kolk, Regine Braun und viele andere Helferinnen (oftmals unterstützt durch ihre Männer) haben im Vorfeld der Auktion mit Werner Hahn Anfang Dezember die zahlreichen Präsente ins Karree geschleppt, dort etikettiert und dekorativ aufgebaut.

Chefin an den Schnäppchenmarkt-Tischen

Gut, dass auch Hildegund Kin­green beim Dankeschön-Treffen nicht fehlte. Die Ratsfrau ist seit Jahren resolute Chefin an den Schnäppchenmarkt-Tischen. Und auch bei Thorsten Irmer und Thomas Zielinski (Sparkasse) konnten wir uns bedanken – für die Gastfreundschaft in ihrem Haus und fürs Ärmelhochkrempeln im Vorfeld und bei der Versteigerung.

Regine Braun, Gründungsmitglied des Vereins „Frauen helfen Frauen“, zeigte sich begeistert und dankbar über die Spendenbereitschaft der WP-Leser, die in den vergangenen Wochen rund 50 000 Euro für das Hagener Frauenhaus gespendet haben. „Wir werden mit dem Geld umsichtig umgehen“, versicherte Regine Braun.

Bestand gesichert

Auch Frauenhaus-Leiterin Yvonne Meyer betonte, dass der Bestand der Einrichtung, die ein jährliches Defizit von 40 000 Euro drückt, für die kommenden Jahre gesichert sei.

Im kommenden Sommer will man unter anderem für Frauen, die in der Einrichtung Schutz gesucht und gefunden haben, eine Ferienfreizeit organisieren.

>>>EIN NEUES GESICHT

Ein neues Gesicht in der Frauenberatungsstelle, Bahnhofstraße 41: Susanne Deitert leitet seit Anfang Januar die Einrichtung, die sich für die Rechte von Frauen einsetzt.

Die 55-Jährige tritt in die Fußstapfen von Linda Müller-Kuna, die die Frauenberatungs­stelle seit 1986 (also seit der Gründung der Einrichtung vor mehr als 30 Jahren) geleitet hat.

Zwei Kolleginnen mit im Team

Unterstützt wird Susanne Deitert von Kristina Apel und Eva Gertz. Die beiden sind schon länger „an Bord“ und werden ihr anfangs gern Fragen rund um die Einrichtung und ihre Arbeit in den letzten Jahren beantworten.

„Bislang war ich kirchliche Angestellte im seelsorgerischen Bereich, außerdem hab’ ich in den Bereichen Supervision und Coaching gearbeitet“, blickt die 55-Jährige zurück.

Die in Gelsenkirchen Geborene lebt seit langem in Essen.

500 Frauen kommen jährlich

An die 500 Frauen kommen jährlich in die Bahnhofstraße 41. Während sich das Frauenhaus, das mit der Beratungsstelle eng kooperiert, als Schutzraum im Sinne von „Wohnen“ bzw. von „kurzfristig woanders unterkommen und Hilfe bekommen“, versteht, stehen die Mitarbeiterinnen in der Beratungsstelle eher für Fragen in den Bereichen sexualisierte Gewalt und häusliche Gewalt bereit.

„Wir informieren über Stellen, die spezielle Beratungen oder Therapien anbieten. Wir sagen den Frauen, die zu uns kommen, an wen sie sich wenden und auch, von wem sie möglichst schnell finanzielle Unterstützung erhalten können“, liefert Susanne Deitert Beispiel aus der Praxis.

Mut geben

Wichtig ist es den Beraterinnen in der Bahnhofstraße 41, dass sie den Frauen, die den ersten Schritt durch die Tür der Einrichtung gewagt haben, Mut geben, eigene Entscheidungen zu treffen. „Wir zeigen Perspektiven zu einem anderen, zu einem bessereren Leben auf“, sagt Susanne Deitert.

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