Kommentar

Ein starker Statthalter für die Hagener

Er kann die Finger einfach nicht von der Politik lassen. Dieses Metier empfindet Helmut Diegel bis heute als inspirierende Passion, weniger als Verpflichtung.

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Für Hagen selbst kann es nur von Vorteil sein, eine so starke und kreative Persönlichkeit mit entsprechendem Einfluss als Statthalter in der Landeshauptstadt zu wissen. Mit seiner Erfahrung, seinen Netzwerken und seinem leidenschaftlichen Talent für politische Strategien stehen dem CDU-Mann im Landtag alle Türen offen.


Natürlich ist Diegel Profi genug, genau diese Chancen und seinen aktuellen Marktwert nicht bloß in Düsseldorf, sondern sogar auf Berliner Ebene im Vorfeld seines Comebacks ausgelotet zu haben. Dort wird man wissen und erkannt haben, dass ein versierter Kenner von Legislative und Exekutive für das NRW-Wahlkampf-Team von Armin Laschet eine echte Bereicherung, eventuell sogar ein Pfeiler seines Schattenkabinetts werden könnte. Zumal das persönliche Verhältnis zum aktuellen CDU-Landeschef selbst einem Ministerposten Diegels – beispielsweise in einer Großen Koalition – kaum im Wege stehen dürfte.

Die Hagener CDU darf bei aller Freude, einen Kandidaten mit garantiert komfortablem Listenplatz gefunden zu haben, jedoch eines nicht aus den Augen verlieren: Sie muss endlich wieder eigenen Nachwuchs mit Hagener Stallgeruch aufbauen. In Berlin vertritt eine Zugereiste die Hagener Interessen, in Düsseldorf künftig ein heimisches Urgestein, das aber kaum als Perspektivkandidat durchgeht. Nach einem vom Kreisvorstand systematisch aufgebauten und auch über einen längeren Zeitraum protegierten Nachwuchspolitiker hält man vergeblich Ausschau.

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