Zukunftsschmiede

Ein Waldtag in der waldreichsten Großstadt in NRW

Ein Tag, bei dem der Hagener Wald im Mittelpunkt stehen soll: Ehrenamtliche, die sich in der Zukunftsschmiede engagieren, planen die Aktion im Fleyer Wald. Einen Aktionstag gab es auch im Jahr 2014.

Foto: Michael Kleinrensing

Ein Tag, bei dem der Hagener Wald im Mittelpunkt stehen soll: Ehrenamtliche, die sich in der Zukunftsschmiede engagieren, planen die Aktion im Fleyer Wald. Einen Aktionstag gab es auch im Jahr 2014.

Hagen.   In der Zukunftsschmiede engagieren sich Ehrenamtliche für die große Aktion am 15. September. Sie planen die Aktion im Fleyer Wald.

Es immer nur zu sagen, ist eine schöne Sache. Aber was hat diese Stadt eigentlich davon, dass es heißt, sie sei die waldreichste Großstadt NRWs? Macht Hagen genug daraus? Und könnte der Waldreichtum für die Bürger und die Stadt nicht viel mehr Effekte haben, als Spaziergänge und Gassi-Runden mit Hunden? Doch, kann er, findet eine Runde, die sich bei der Hagener Zukunftsschmiede im vergangenen Jahr zusammengetan hat. Sie will einen Waldtag an den Start bringen. Der Termin steht schon.

Ein einzigartiger Schatz

Die Gruppe rund um Barbara Klinkert, Silke Krüger und Horst Heicappell will versuchen, den Hagener Wald mehr in den Fokus der Bürger zu bringen. Zudem soll die Gruppe der Vernetzung waldinteressierter Bürger, Organisationen und Einrichtungen dienen. Der Aktionstag soll am 15. September entlang des Walderlebnispfades im Fleyer Wald stattfinden. Gemeint ist damit der Rundkurs durch den Fleyer Wald mit seinen Zugängen am Forsthaus Loxbaum, über die Sauerlandstraße oder an der Hoheleye zum Beispiel.

Die Gruppe möchte, dass der Bürger die Einzigartigkeit des Hagener Waldes schätzen lernt, aber auch die Waldleistung vor Augen geführt bekommt. Es könne, so die Gruppe, dabei Respekt gegenüber der Umwelt im nahen Umfeld entstehen und vermittelt werden, warum es sich lohnt, diese zu schützen. Motto: „Nur was man kennt, kann man lieben.“

Pflanzaktion zur Vervollständigung der Baumreihe

Um die Leistung des Waldes und seine Bedeutung als natürlicher Arbeitgeber zu verstehen, sind bislang 40 Akteure angemeldet, die sich entlang der Strecke durch den Fleyer Wald präsentieren. Biostation, Wildkräuterkunde, die städtische Forstabteilung, die rollende Waldschule, mobile Sägewerke, private Waldbesitzer, Naturfotografen, und, und, und. Die Akquise von Teilnehmern ist noch nicht abgeschlossen.

Im Rahmen des Waldtags ist auch geplant, eine Pflanzaktion zur Vervollständigung der Baumreihe „Bäume des Jahres“ im Fleyer Wald durchzuführen. Seit 2014 wurde diese Aktion nicht mehr fortgeführt, bzw. die Tafeln wurden nicht mehr gepflegt. Die Van-Eupen-Stiftung hat der Organisationsgruppe signalisiert, das Pflanzen der Bäume des Jahres 2014 bis 2018 zu finanzieren. „Wir wundern uns aktuell, zu welch einem Selbstläufer dieser Waldtag geworden ist,“ sagt Barbara Klinkert, „es gibt sehr viele Akteure, die diese Plattform zur Vernetzung und zur Präsentation nutzen wollen.“

Anfang November wird eine Fachtagung stattfinden, an der alle Akteure teilnehmen. Sie soll zur Nachlese und zur Netzwerkbildung dienen.

10 000 Menschen bei Waldtagen

Im Jahr 2009 haben in Hagen, an nahezu gleicher Stelle zuletzt die „Hagener Waldtage“ stattgefunden. „Eine Veranstaltung, zu der damals 10 000 Menschen gekommen sind“, sagt Klinkert, was zeige wie gut Veranstaltungen dieser Art in Hagen angenommen würden. Klinkert: „Daran wollen wir anknüpfen und das Thema mit möglichst viel Nachhaltigkeit füllen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik