Landesstiftung NRW

Eine Million Euro für Schloss Hohenlimburg

Am 3. Mai 2007 wurde der barocke Höhengarten von Schloss Hohenlimburg nach einer fast dreijähringen Bauzeit durch den Präsidenten der NRW-Stiftung, Franz-Josef Kniola, und den Schlossbesitzer Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg eröffnet.

Am 3. Mai 2007 wurde der barocke Höhengarten von Schloss Hohenlimburg nach einer fast dreijähringen Bauzeit durch den Präsidenten der NRW-Stiftung, Franz-Josef Kniola, und den Schlossbesitzer Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg eröffnet.

Hohenlimburg.   Eine Million Euro stellt die Landesstiftung NRW im Jahr 2004 den heimischen Vereinen zur Förderung des Schlosses zur Verfügung.

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Das vom Fürstenhaus verschriebene neue Konzept für die Schlossspiele wird auch die Landesstiftung NRW Natur-Heimat-Kultur in Düsseldorf interessieren. Das glaubt zumindest der Vorstand des Freundeskreises Schlossspiele.

Zum Hintergrund: Im 17. März 2004 erhielten die drei auf Schloss Hohenlimburg beheimateten Vereine, nämlich der Förderverein Deutsches Kaltwalzmuseum e.V., der Verein für Orts- und Heimatkunde e.V. und der Freundeskreis Schlossspiele e.V., von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung NRW einen Bewilligungsbescheid in Höhe von einer Million Euro für die Förderung von Schloss Hohenlimburg. Der Förderverein Deutsches Kaltwalzmuseum erhielt damals für den Dachausbau seines Museums bis zu 200 000 Euro; der Hohenlimburger Heimatverein 250 000 Euro für die Sanierung des Wehrganges und der Freundeskreis Schlossspiele für die Wiederherstellung des Barocken Schlossgartens 300 000 Euro. Weitere 250 000 Euro, die bislang noch nicht abgerufen worden sind, wurden für die Gestaltung des Schlossmuseums in Aussicht gestellt.

Ziel dieser Förderung war es, Schloss Hohenlimburg mit dem Wehrgang, dem Barockgarten und dem Kaltwalzmuseum und der dazugehörigen Geschichte einer breiten regionalen und überregionalen Öffentlichkeit näher zu bringen und somit für den Tourismus attraktiv zu gestalten.

Mit dieser Förderung durch die NRW-Stiftung, die sich ausdrücklich auf das bürgerliche Engagement der drei Vereine bezog, waren für einen Zeitraum von 25 Jahren auch Bedingungen an den Eigentümer von Schloss Hohenlimburg, das Fürstenhaus, geknüpft. Dieses sollte auf die berechtigten Interessen der Vereine Rücksicht nehmen, soweit diese vertretbar und zumutbar sind.

Und daran entzündete sich u.a. der Streit zwischen dem Fürstenhaus und dem Förderverein Deutsches Kaltwalzmuseum, dessen Vorstand darüber nachdenkt, das Museum ins Freilichtmuseum Hagen zu verlagern. Strittig ist, ob Fürstenhaus oder der Kaltwalzmuseums-Verein einen Teil der Fördersumme an die Landesstiftung NRW zurückzahlen müssen, weil 25 Jahre nach der Förderung noch nicht abgelaufen sind.

Der Freundeskreis Schlossspiele sieht die ohne Abstimmung mit dem Verein herausgegebene Presseerklärung als ein Affront gegen die NRW-Stiftung an. Maria-Theresia Konder: „Die Stiftung hat in der Vergangenheit insgesamt 750 000 Euro in die Sanierung und Außengestaltung des Schlosses investiert, um damit nicht zuletzt den Freundeskreis Schlossspiele zu unterstützen. Dieser Stiftungszweck wird jetzt durch die ultimativen Festsetzungen des Fürstenhauses unterlaufen.“

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