Wellness

Entspannen in Hagens erster Salzgrotte

Christina Gieseler mit Reisig und Salzstein: In gut sechs Wochen - Anfang Dezember – eröffnet die 33-Jährige die Salzgrotte „Salinum“ in der ehemaligen Malerschule in Fley. 

Christina Gieseler mit Reisig und Salzstein: In gut sechs Wochen - Anfang Dezember – eröffnet die 33-Jährige die Salzgrotte „Salinum“ in der ehemaligen Malerschule in Fley. 

Foto: Michael Kleinrensing

Fley.   Christina Gieseler eröffnet in gut sechs Wochen in Hagen-Fley eine Salzgrotte. Die Arbeiten zur Wellness-Oase laufen auf Hochtouren.

„Noch sieht es in dem Gebäude so gar nicht nach Wellness und Entspannung aus, sondern schlichtweg nach ganz viel Arbeit. Christina Gieseler nickt, lächelt und sagt: „Stimmt, aber wir schaffen das.“

Mit „wir“ meint die 33-Jährige die zahlreichen Handwerker, die derzeit im Haus in der Sauerlandstraße 1 Regie führen und sich selbst, die alles rund um den Bau der „Salinum Salzgrotte“ managt.

Denn in die ehemalige Malerschule in Fley (das Gebäude wurde früher als Ausbildungsstätte genutzt, steht nun allerdings seit zwei Jahren leer) werden Wellness-Salzräume eingerichtet.

145 Quadratmeter große Entspannungs-Oase

In der vergangenen Woche wurde mit dem Bau der Salzgrotte begonnen, Ende November soll die 145 Quadratmeter große Entspannungs-Oase fertig sein, Anfang Dezember wird Eröffnung gefeiert.

Wie Christina Gieseler auf die Idee kam, eine Salzgrotte zu realisieren? „In Deutschland gibt es rund 400 Salzgrotten, auch in Nachbarstädten wie Dortmund, Iserlohn und Lüdenscheid, nur in Hagen gibt es bislang keine“, sagt die junge Existenzgründerin, die sich sicher ist, dass das Thema Stressbewältigung, Entspannung und Prävention in den kommenden Jahren immens an Bedeutung gewinnen wird.

„Salinum“ mit zwei Grotten

In ihrem Entspannungstreff „Salinum“ werden derzeit zwei Grotten errichtet.

Die beiden Räume – eine Grotte wird 40 Quadratmeter groß und mit zehn Liegen ausgestattet, die kleinere, 10 Quadratmeter große Grotte wird mit zwei Wasserbetten ausstaffiert – werden mit Salzsteinen und Salzziegeln ausgekleidet, auf dem Boden liegen grobe Salzkörner, von der Decke hängen Stalaktiten aus Gips.

Plätschern des Salzwassers beruhigt

Auch ein Gradierwerk – eine solche Anlage aus Holz und Reisigbündeln dient der Salzgewinnung – wird eingebaut, „das Plätschern des Salzwassers beruhigt“, sagt Christina Gieseler.

Außerdem werde die Luft zusätzlich mit Sole vernebelt. „Das alles ist gut für Haut und Atemwege, die Salz-Ionen samt Farblichttherapie und leiser Musik sorgen für Entspannung.“

Eine Salzgrotte hat nichts mit einer Sauna zu tun, „nein, in der Grotte herrscht normale Temperatur, die Kunden bekommen kuschelige Decken ausgehändigt“, betont die 33-Jährige.

Bequeme Kleidung

Zu 45-minütigen Sitzungen in der Salzgrotte tragen die Kunden bequeme Alltagskleidung, wer an Yoga- und Pilateskursen in der Grotte teilnimmt, entsprechende Sportbekleidung.

Was Christina Gieseler so sicher macht, dass ihre Salzgrotten-Idee bei den Hagenern ankommt?

„Ich arbeite mit einem Unternehmensberater zusammen, der schon 30 Grotten an den Start gebracht hat. Bislang ist noch kein Betreiber Pleite gegangen.“ Außerdem bringe sie Erfahrungen als Gesundheitstrainerin mit.

Zum Hintergrund: Christina Gieseler wollte ursprünglich Lehrerin werden, hat auf Lehramt studiert, während des Referendariats jedoch gemerkt, dass sie eher eine andere Richtung einschlagen möchte. Nach einem langwierigen Burnout sattelte sie um, gab Gesundheitskurse für Privatpersonen, in Firmen und Yogastudios.

Salzstein aus dem Himalaya

„Ich war ausschließlich mobil tätig, hatte jedoch den Wunsch, eigene Räume zu eröffnen“, blickt sie zurück. Ideale Räumlichkeiten, so hofft sie, habe sie jetzt in Fley gefunden.

„Den Eingangsbereich wird eine Salztheke zieren, ich richte eine Kaffee-Ecke ein und eben besagte zwei Salzgrotten.“ Die große Grotte ist in einem Rosé-Lachs-Ton gehalten und enthält Salzstein aus dem Himalaya, die kleine Grotte präsentiert sich in schlichtem Weiß und ist mit Totem-Meer-Salz und Halit-Salz ausgestattet.

„Es wäre schön, wenn ich jenen Leuten, die zu mir kommen, mehr Lebensbalance und Gelassenheit näher bringen könnte“, sagt Christina Gieseler.

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