Foto-Shooting im Handwerk

Erfolgreich mit „Schau-böse-Blick“

Die Hürde, in den „Germany’s Power People 2018"-Kalender mit einem Foto aufgenommen zu werden, hat Nils Kamperdick bereits genommen, jetzt hofft er, auch noch den Titel „Mister Handwerker“ einzuheimsen.

Die Hürde, in den „Germany’s Power People 2018"-Kalender mit einem Foto aufgenommen zu werden, hat Nils Kamperdick bereits genommen, jetzt hofft er, auch noch den Titel „Mister Handwerker“ einzuheimsen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Der 19-jährige Nils Kamperdick hat Chancen auf den Titel „Mister Handwerk 2018“. In einen Kalender hat es der Azubi bereits geschafft.

Die Chancen stehen gut, dass er tatsächlich „Mister Handwerk 2018“ wird: Beim Voting, also beim Abstimmen im Netz, hat Nils Kamperdick derzeit die Nase vorn.

Der 19-jährige Hagener beteiligt sich am bundesweiten Wettbewerb „Germany’s Power People“, in dem jedes Jahr die attraktivste Handwerkerin und der attraktivste Handwerker gesucht werden. „Noch bis Ende Februar kann abgestimmt werden unter den jeweils 12 Frauen und 12 Männern“, sagt Nils und hofft, dass weiterhin so viele unbekannte Fans für ihn klicken.

Eher schüchtern

Wer sich im Falle „Nils“ jetzt einen machomäßig wirkenden und zu Foto­shooting-Zwecken extra motorölverschmierten Kerl vorstellt, irrt. Der junge Mann, der mitten in der Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker steckt, wirkt eher schüchtern und sieht „gut, aber ganz normal“ aus.

Nils lacht. Und erzählt, dass alles bei einer Fortbildung in der Handwerkskammer Dortmund rein aus Spaß begann.

„Ein Plakat dort rief Handwerker bzw. Azubis im Handwerk auf, sich für ein Fotoshooting zu bewerben. Bilder der interessantesten Bewerber würden dann ausgewählt für einen Jahreskalender“, blickt der 19-Jährige zurück.

Mutter findet es gut

Nils, der weder Modelerfahrung noch -ambitionen hat, sondern in der Freizeit einfach gern Hip-Hop und Rap hört und Fußball spielt, war „angeknipst“. „Ich hab’ meiner Mutter vom Foto-Shooting und davon, dass ich darauf mal Lust hätte, erzählt. Und sie fand’s gut.“

Das Porträt, das er dann eingeschickt hat, gefiel der Jury – die Einladung zum Shooting in Düsseldorf folgte.

„Wir sollten Arbeitskleidung und Werkzeug mitbringen“, grinst Nils mit Blick auf das August-2018-Kalenderblatt, das ihn cool-dreinschauend in Arbeitslatzhose und mit einem Drehmomentschlüssel in der Händen zeigt. Denn aus den über 30 Shooting-Teilnehmern wurde er für ein Kalenderblatt ausgewählt. „Der Fotograf hat nicht gesagt, ,Lach und guck glücklich’, sondern ,schau böse“, beteuert Nils.

T-Shirt im Betrieb

Apropos Latzhose: „Hier im Betrieb trägt er aber ein T-Shirt drunter“, lacht Katja Richstein. Bei ihr und ihrem Mann Andreas Richstein geht Nils in die Lehre. Und die beiden unterstützen ihn in Sachen „Schönster Handwerker“. „Es ist doch ein Erlebnis, bei solch einer Wahl mitzumachen. Und es ist mutig“, lobt Katja Richstein.

Finale im März in München

Zum Wettbewerbs-Finale im März in München ist Nils bereits eingeladen. Wen er mitnimmt? Nils überlegt nicht lange: „Natürlich meine Mutter.“

>>>HINTERGRUND

  • Die Casting-Aktion, die das Deutsche Handwerksblatt mit Partnern organisiert, findet zum neunten Mal statt. Gesucht werden dabei Handwerkerinnen und Handwerker, die sich und ihren Beruf vor der Kamera und damit einem größeren Publikum präsentieren möchten.
  • Die 24-Kalender-Models stehen bereits fest; der Kalender kann online für 9,80 Euro zzgl. Versandkosten unter www.vh-buchshop.de bestellt werden.
  • Aus dem Kammerbezirk Dortmund hat es auch Friseurin Fabienne Dewenter aus Hohenlimburg in den Kalender geschafft.

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