Politik

Erik O. Schulz ist neuer Oberbürgermeister in Hagen

Der Siegerkuss: Kerstin Würfel gratuliert ihrem Mann Erik O. Schulz zum klaren Wahlsieg.

Der Siegerkuss: Kerstin Würfel gratuliert ihrem Mann Erik O. Schulz zum klaren Wahlsieg.

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Erik O. Schulz zieht heute in einer Woche in das Büro von Noch-Oberbürgermeister Jörg Dehm ein. Der parteilose 48-Jährige wurde gestern in der Stichwahl mit deutlichem Vorsprung zum neuen Verwaltungschef gewählt.

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Dabei konnte sich der von CDU, Grünen und FDP getragene Kandidat in ­allen fünf Stadtbezirken klar durchsetzen. 62,7 Prozent der Hagener Wähler entschieden sich für Schulz, sein Herausforderer Horst Wisotzki (SPD) konnte lediglich 37,3 Prozent auf sich vereinen.

Die Wahlbeteiligung lag in dieser Runde lediglich noch bei erschreckend niedrigen 31,2 Prozent (47 071 Stimmen). Dabei gelang es der SPD, die sich vor drei Wochen noch zur stärksten Ratsfraktion mauserte, diesmal nicht, ihre Wähler erneut für Wisotzki zu mobilisieren.

"Ich bin voller Tatendrang"

Während Schulz im Vergleich zur Kommunalwahl am 25. Mai lediglich 2680 Wählerstimmen einbüßte, konnte der ehemalige Feuerwehrchef aus Haspe (62) gestern lediglich 17.408 Sympathisanten hinter sich scharen, 6326 weniger als vor drei Wochen. Anerkennend gratulierte Wisotzki seinem Rivalen aus dem Stichwahl-Duell und zeigte sich durchaus stolz, dass er der SPD zumindest für den Rat zu neuer Stärke verholfen habe. „Aber es hat auch Eigentore gegeben, das müssen wir aufarbeiten“, kündigte er Klartext an.

Wahlsieger Erik O. Schulz sagte gestern Abend: „Ich bin voller Tatendrang.“ Hat er auch Angst vor der neuen Aufgabe? „Nein, Angst ist kein guter Berater. Aber ich habe Respekt vor dem Amt und vor den Fußstapfen, die mein Vorgänger hinterlassen hat.“

Auch wenn er früh vorn lag, die Anspannung sei erst gewichen, als das Endergebnis festgestanden habe: „Da war ich schon glücklich und auch stolz. Mir war wichtig, dass es ein klares Ergebnis geworden ist – gerade angesichts der geringen Wahlbeteiligung“. Seine Ehefrau Kerstin Würfel zeigte sich ebenfalls glücklich und erleichtert. Was auf sie und ihren Mann nun zukommt, kann sie nur ahnen: „Aber wir werden das so schaffen, wie wir auch den Wahlkampf geschafft haben.“

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