Verkehr in Hagen

Erneut Unfall an sogenannter Todeskreuzung in Hohenlimburg

Blick auf die Kreuzung Mühlenbergstraße/Iserlohner Straße in Hohenlimburg. 

Blick auf die Kreuzung Mühlenbergstraße/Iserlohner Straße in Hohenlimburg. 

Foto: Mike Fiebig

Hohenlimburg.  Nun zeigt sich, wie wertvoll die Abfangbügel sind, die 2018 an der umstrittenen Kreuzung aufgestellt wurden.

Wieder ein Unfall an der seit 2018 als „Todeskreuzung“ viel diskutierten Straßenecke Mühlenbergstraße/Iserlohner Straße/Stennertbrücke. Und wieder rückt die gefährliche Kreuzung dadurch in den Fokus der Hohenlimburger Öffentlichkeit. Ein Autofahrer ist bereits am vergangenen Sonntag gegen die Fangschutzbügel geprallt, die nach längerer Diskussion 2018 dort aufgestellt wurden. Der Fahrer flüchtete allerdings. Die Polizei ermittelt.

16. Mai 2018. Ein 81 Jahre alter Hohenlimburger hatte in Höhe der Ampel die Mühlenbergstraße überqueren wollen. Zeitgleich wollten zwei 40-Tonner von der Iserlohner Straße in die Mühlenbergstraße abbiegen. Der Fahrer des ersten Lkw übersah dabei den Senior, der tödliche Verletzungen erlitt. Der Unfall war wie ein Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen brachte. Zahlreiche Hohenlimburger brachten sich in eine Diskussion um die gefährliche Kreuzung ein. Am Ende wurde auch ein Kreisverkehr an dieser Stelle gefordert.

Für Kreisverkehr zu schmal

Doch die städtischen Verkehrsplaner überprüften die Forderung und sind zu dem Ergebnis gekommen: Er ist an dieser Stelle nicht machbar. Die Planer ermittelten: Pro Tag kommen aus der Iserlohner Straße 10.654 Fahrzeuge, aus der Mühlenbergstraße 6435 Fahrzeuge und aus der Stennert­straße 7195 Fahrzeuge. Knapp an der für Kreisverkehre zulässigen Anzahl von 25.000 Fahrzeugen. Dazu kommt: Er wäre nicht breit genug geworden und die Lkw-Dichte ist zu hoch.

Die Stadt ging einen anderen Weg und sperrte den Überweg an der Mühlenbergstraße mit Schutzfangbügeln ab. Wie wichtig die sind, zeigt der eingangs erwähnte Unfall vom vergangenen Sonntag. Das Unfallfahrzeug muss in den Bügeln hängen geblieben sein und landete nicht auf dem Bürgersteig. „Leider fehlt von dem Verursacher jede Spur. Er ist vom Unfallort geflüchtet. Wir haben aber schon die Ermittlungen aufgenommen und sind zuversichtlich, jemanden ermitteln zu können“, erklärt Polizei-Pressesprecher Michael Siemes. Die beschädigten Bügel wurden mittlerweile wieder ausgetauscht.

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