Hospiz

Eröffnung des Hospizes erst im März

Die Eröffnung des stationären Hospizes in der Rheinstraße wird wieder verschoben. Anvisierter Bezugstermin ist nun der 1. März 2018.

Foto: Yvonne Hinz

Die Eröffnung des stationären Hospizes in der Rheinstraße wird wieder verschoben. Anvisierter Bezugstermin ist nun der 1. März 2018. Foto: Yvonne Hinz

Hagen.   Erneut wird die Eröffnung des ersten stationären Hospizes in Hagen verschoben. Bezug soll nun im März 2018 sein.

Ein Nackenschlag für jene todkranken Menschen, die sehnlichst auf die Eröffnung des ersten stationären Hospizes in Hagen warten. Und eine Enttäuschung für jene Menschen, die für ihre Angehörigen einen würdevollen Platz zum Sterben suchen: Die Eröffnung des stationären Hospizes in der Rheinstraße wurde zum wiederholten Male verschoben. Anvisierter Bezugstermin ist nun der 1. März 2018.

Ende August teilte die Betreibergesellschaft auf Nachfrage der WP mit, dass sich die zuletzt für Oktober geplante Eröffnung auf Dezember verschiebe. Als Grund wurden u.a. nötige Nachbesserungen beim Brandschutz genannt.

Im Dezember nur Tag der offenen Tür

Gestern – wieder erst auf Nachfrage durch unsere Zeitung – räumte Martin Wehn, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, ein, dass es mit der Einweihung des Gebäudes am Ischeland im Dezember nichts werde.

„Am Samstag, 2. Dezember, laden wir die Bürger zum Tag der offenen Tür in die Rheinstraße 3 ein. Aber unsere Gäste werden erst am 1. März 2018 einziehen können.“

Zur Erinnerung: Ein erster Infotag zur Realisierung des ersten stationären Hospizes fand bereits 2008 statt.

Keine alten Baupläne vorhanden

„Der Altbau hat einige Geheimnisse für uns auf Lager gehabt“, räumt Wehn ein. Der bestehende Gebäudetrakt habe Architekten und Handwerker vor unvorhersehbare Herausforderungen gestellt, auch, da es keine alten Baupläne mehr gebe.

Konkrete Probleme? „Die Verkabelung in den alten Mauern war weit schwieriger als gedacht. Genau wie die Verlegung des Haupteingangs auf die rechte Gebäudeseite. Dort musste auch noch ein Vordach angebracht werden.“

Garten muss komplett fertig sein

Weiterer Knackpunkt: Die Parkplätze vor dem Gebäudekomplex müssen laut städtischer Anordnung vor Inbetriebnahme der Einrichtung fertiggestellt sein.

Das bedeutet, dass der hinter dem Alt- und Neubau liegende Garten komplett fertig sein muss, „das ist bis Dezember unmöglich zu schaffen“, so Martin Wehn.

Zum Konstrukt der Einrichtung: Wenn das Hospiz offiziell eröffnet worden ist, werden vier bis fünf sterbende Menschen aufgenommen, eine Vollbelegung wird es erst einige Wochen später geben.

Gesamtkosten liegen bei 1,9 Millionen Euro

Das Haus wird dann über acht Gästezimmer sowie zwei Besucherzimmer verfügen. Die Gesamtkosten der Einrichtung belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro.

Die gemeinnützige Betreibergesellschaft, die aus Diakonie, Pflegedienst Wohlbehagen und dem Förderverein stationäres Hospiz Hagen (die Caritas ist Kooperationspartner) besteht, mietet den Gebäudekomplex von der Klaus-Korte-Stiftung. Der Hagener Klaus Korte hatte nach seinem Tod sein Wohnhaus sowie sein privates Vermögen in die von ihm initiierte Hospiz-Stiftung eingebracht.

>>>HINTERGRUND:

  • Im Rahmen der WP-Weihnachtsaktion 2012, die unter dem Motto „Am Ende nicht ­allein“ stand, kamen durch die Unterstützung der Leser stattliche 92 000 Euro zusammen. Das Geld wurde auf das Konto des Fördervereins überwiesen.
  • Neben der Pflegedienstleiterin und der Einrichtungsleiterin ­(Doppelspitze) werden insgesamt zehn Pflegekräfte im Hospiz in der Rheinstraße 3 im Einsatz sein. In dem Haus soll künftig im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet werden.

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