Kommentar

Es lebe die Geburtsfabrik

WP-Redakteur Martin Weiske

Foto: Michael Kleinrensing

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Das Team der Mops-Entbindungsstation gilt als ausgesprochen engagiert, identifiziert sich leidenschaftlich mit dem Haus und wird von den Patientinnen hoch geschätzt. Dennoch verkümmern Geburtshilfestationen à la Haspe trotz der unbestrittenen menschlichen und medizinischen Qualitäten zunehmend zum Auslaufmodell.

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Das Team der Mops-Entbindungsstation gilt als ausgesprochen engagiert, identifiziert sich leidenschaftlich mit dem Haus und wird von den Patientinnen hoch geschätzt. Dennoch verkümmern Geburtshilfestationen à la Haspe trotz der unbestrittenen menschlichen und medizinischen Qualitäten zunehmend zum Auslaufmodell.

Das sicherlich nachvollziehbare Bedürfnis werdender Mütter, während der Geburt für sich und das zur Welt kommende Menschenkind die bestmögliche Versorgung gewährleistet zu wissen, gräbt der klassischen Standard-Geburtshilfe vor der Haustür das Wasser ab. Wer direkt neben dem Kreißsaal nicht gleich den Facharzt mit Kinderklinik und Perinatal-Standard anbieten kann, hat es bei der Abstimmung mit den Füßen schwer. Zunehmende Zentralisierung in eher unpersönlichen Geburtsfabriken ist das Ergebnis eines gesundheitspolitischen Kurses, der für individuelle Bedürfnisse kaum mehr Spielräume lässt. Bedauerlich, aber real.

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