Für sechs Monate

Expo in Dubai – Hohenlimburgerin arbeitet als Chef-Hostess

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Thea Voegele im heimischen Garten in Hohenlimburg. Für die nächsten sechs Monate wird das Expo-Gelände in Dubai ihr Zuhause sein.

Thea Voegele im heimischen Garten in Hohenlimburg. Für die nächsten sechs Monate wird das Expo-Gelände in Dubai ihr Zuhause sein.

Foto: Volker Bremshey / WP Hagen

Hohenlimburg.  Die junge Hohenlimburgerin Thea Voegele fliegt zur Expo nach Dubai. Sie wird sechs Monate als Chef-Hostess bei der Weltausstellung arbeiten

Am 1. Oktober blickt die Welt nach Dubai. Denn an diesem Freitag wird am Persischen Golf die Weltausstellung, kurz „Expo“ genannt, eröffnet. Für sechs Monate, bis zum 31. März 2022, werden in dem Emirat unter dem Leitthema „Gedanken verbinden – die Zukunft gestalten“ mehr als 190 Nationen ihre Leistungsfähigkeit präsentieren. So auch die Bundesrepublik Deutschland und – als einziges regionales Land – Baden-Württemberg. Mitten drin ist dann auch die Hohenlimburgerin Thea Voegele. Sie arbeitet nämlich im Baden-Württemberg-Haus des „Musterländles“ als Chef-Hostess.

Arbeiten im Baden-Württemberg-Haus

Am Montag hob kurz nach 14 Uhr am Frankfurter Flughafen eine Maschine der Lufthansa mit dem Ziel Dubai ab. An Bord die 24-Jährige. „Ich freue mich auf meine Aufgaben bei der Expo“, erzählte sie kurz vor Abflug im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich bin deshalb völlig entspannt.“ In Dubai wird sie mit 40 anderen jungen Frauen und jungen Männern im Pavillon von Baden-Württemberg arbeiten. „Als Chef-Hostess werde ich für die anderen Hostessen und Hosts zuständig sein. Ebenso für die Begrüßung und die Betreuung der Gäste.“ Mehr weiß sie über ihren Aufgabenbereich noch nicht. „Das wird nach einem medizinischen Check in den kommenden Tagen geklärt.“

Bewerbungsvideo geschickt

Aufmerksam gemacht auf diese außergewöhnliche Aufgabe wurde sie durch eine Agentur, mit der die studierte Event-Managerin in einem kontinuierlichen Austausch steht. „Ich passte exakt ins Anforderungsprofil des Landes Baden-Württemberg“, erzählt sie. Abitur, ein abgeschlossenes Studium, Auslandserfahrungen und gute Englisch-Kenntnisse waren u. a. die Einstellungskriterien. Diese erfüllte Thea Voegele, die im Rahmen ihres Studiums an der Iserlohner BiTS-Hochschule einen fünfmonatigen Aufenthalt in Bali vorzuweisen hatte, nahezu perfekt. So schickte sie zunächst ein Bewerbungsvideo an die Organisatoren und wurde anschließend zu einer Video-Konferenz mit drei Vertretern des Landes Baden-Württemberg eingeladen. Diese beiden Hürden meisterte sie mühelos, so dass sie seit heute vor dem größten Abenteuer ihres jungen Lebens steht.

Wohnen in Zwei-Personen-Appartements

Die anderen dreißig Hostessen und Hosts sowie neun Chef-Hostessen und Hosts, die alle individuell anreisen, hat sie bereits bei einer Video-Konferenz kennengelernt. „Das sind alles junge Frauen und Männer im Alter zwischen 21 und 25 Jahren.“ Wohnen werden sie in Zwei-Personen-Appartements in einem Hotel unweit des Expo-Geländes. In Dubai wird sie in einem Block an sechs Tagen arbeiten, anschließend hat sie drei Tage frei. Gearbeitet wird dabei täglich in zwei Schichten. Somit hat sie ausreichend Zeit, das Emirat am Persischen Golf kennenzulernen. Natürlich hat sie sich bereits im Internet über die dortigen Lebensverhältnisse, speziell für Frauen informiert, um am Anfang keine Fehler zu machen.

Durchaus lukrativ

Und was hat die Hohenlimburgerin motiviert, sich für diese Aufgaben zu bewerben und mehr als ein halbes Jahr am Persischen Golf zu arbeiten und zu leben? „Zunächst bietet sich mir eine einmalige Chance, Dubai kennenzulernen. Darüber hinaus beinhaltet mein Aufgabengebiet viele Dinge, auf die ich richtig Lust habe. Auch, neue Menschen kennenzulernen und meine Englisch-Kenntnisse weiter zu verbessern. Möglicherweise bieten sich nach der Expo auch neue berufliche Chancen. Denn wer kann schon vorweisen, für sechs Monate bei einer Weltausstellung gearbeitet zu haben?“, hat die 24-Jährige vor ihrer Bewerbung im April 2021 auf einem DIN-A-4-Blatt Pro und Contra gegenübergestellt und sich danach schnell entschieden, zumal das Monatsgehalt finanziell durchaus lukrativ ist. „Wir haben vor Ort praktisch keine Ausgaben, weil Visa und Flug bezahlt worden sind, wir kostenlos wohnen und einmal am Tag in den Restaurants des BW-Hauses eine warme Mahlzeit erhalten.“ Damit das Heimweh nicht zu groß wird, wird Thea Kontakt zu ihrer Familie in Hohenlimburger per Skype halten. Darüber hinaus hat Mama Lidia für Februar einen Besuch in Dubai geplant.

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