Eröffnung der Hagener Museen

Extrabreit spielt im Kunstquartier

Foto: WP Michael Kleinrensing

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Hagen-Mitte. Auf, auf: Hagen soll feiern, zwei Tage lang. Wenn Ende August die beiden Museen Osthaus und Schumacher (wieder-)eröffnen, sollen dies die Bürger dieser Stadt zelebrieren, wie Kulturdezernent Christoph Gerbersmann bei der Vorstellung des Festprogrammes betonte.

Unter anderem sollen die Deutschrocker von Extrabreit feierlich stimmen. Sie treten am Freitag, 28. August, auf. Zudem werden das Schumacher- und das Osthaus-Museum am kompletten Wochenende bis in den Abend geöffnet sein — bei freiem Eintritt.

Indem der mit der Organisation des Eröffnungsfeier beauftragte Eventmanager Willi Denecke die Extrabreiten verpflichtete, soll vor allem eines verdeutlicht werden: Die Einweihung soll ein Fest sein, das die Bürger mitnimmt und aufs Kunstquartier einstimmt, und zwar „mit einem von Hagenern für Hagener gestalteten Programm”, so Denecke.

Zunächst beginnt die Eröffnung am Freitag, 28. August, um 12 Uhr mit einem feierlichen Festakt für geladene Gäste im Theater Hagen. Unter ihnen sind NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Bundestagspräsident Norbert Lammert. Ob Bundespräsident Horst Köhler ebenfalls nach Hagen kommt, ist weiterhin offen und hängt vom Ausgang der Präsdidentenwahl Ende Mai ab. Künstlerisch wird das Theater-Ensemble die Feier gestalten.

Im Anschluss kommen Hagens Schulkinder ins Spiel: Peter Pietzsch vom Förderverein des Schumacher-Museums hat Kunstlehrer und 4000 Mädchen und Jungen mobilisiert, sich unter dem Motto „Emil mischt auf” an der Eröffnung zu beteiligen: Die Kinder werden für die Ehrengäste ein Spalier vom Theater durch zum Kunstquartier bilden und präsentieren, auf welche Weise sie sich kreativ mit Schumachers Werk auseinandersetzen. Dazu hat Pietzsch 1,3 Kilometer Stoff verteilt - wie die Kinder ihn gestalten, bleibt ihnen überlassen.

Nachdem ein blaues Band am Kunstquartier durchtrennt und die Museen der Öffentlichkeit übergeben sind, beginnt das Fest. „Wir beziehen nicht nur den Museumsplatz ein, sondern auch die Hochstraße, Teile der Mariengasse und das Parkdeck”, so Willi Denecke. Neben diversen Ess- und Getränkeständen sind zwei Bühnen vorgesehen, auf denen ein Programm läuft, das „in Richtung Kunst und Kultur führt”, so der Eventmanager. Gestalten sollen es Gruppen und Musiker aus Hagen und Umgebung. Den Schlusspunkt setzen abends um 21 Uhr die Extrabreiten mit ihrem Auftritt.

Auch am Samstag, 29. August, dem Geburtstag Emil Schumachers, wird ab 11 Uhr wieder im Kunstquartier gefeiert, wieder mit viel Musik und Show auf den Bühnen.

Die Kosten für die Feier kalkuliert Willi Denecke mit etwa 170 000 Euro. Sie werden, einschließlich seines Gehaltes über Spendengelder gedeckt. „Die Stadt zahlt keinen Cent”, so Gerbersmann. Und damit auch nicht der Bürger.

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