Startup-Förderung

Fachhochschule leistet Hilfestellung für innovative Gründer

Kai Hendrik Müller und Ines von Weichs von der Fachhochschule Südwestfalen betreuen das Startup Lab SWF

Kai Hendrik Müller und Ines von Weichs von der Fachhochschule Südwestfalen betreuen das Startup Lab SWF

Foto: Martin Horn

Hagen.   Innovative Gründungen stärken den Standort Hagen – die Fachhochschule Südwestfalen bietet deshalb denn Ideengebern Starthilfe an

„Für die Region Südwestfalen sind neue Gründungen von großer Bedeutung“, sagt Prof. Dr. Ines von Weichs von der Fachhochschule Südwestfalen. „Deshalb wollen wir Menschen mit innovativen Ideen auf ihrem Weg unterstützen.“ Gemeinsam mit Kollegen der Fachhochschule sowie der Universität Siegen hat die BWL-Professorin das Projekt „Startup Lab SWF“ ins Leben gerufen, ein für die Region einmaliges Programm zur Unterstützung von Gründungsvorhaben.

Das erste von drei Jahren Projektlaufzeit ist bereits in vollem Gange. Insgesamt zehn Gründerteams werden seit dem Frühjahr betreut, ein Jahr lang, bevor 2019 andere Ideengeber bei der Umsetzung begleitet werden. Im aktuellen Jahrgang sucht man jedoch vergeblich nach einer Hagener Vertretung – das soll sich ändern.

Standortförderung für Hagen

„Der Auftrag an unsere Hochschule ist es, den Standort Hagen zu fördern“, sagt Kai Hendrik Müller, Ansprechpartner für den Standort Hagen und Soest, „deshalb würden wir uns freuen im kommenden Jahr beim Pitch auch Gründer aus Hagen begrüßen zu können.“ Pitch bezeichnet die Möglichkeit von Gründern, innerhalb kürzester Zeit ihre Geschäftsideen einer Jury zu präsentieren und sie davon zu überzeugen, sie zu unterstützen.

Was bislang die meisten wohl nur aus der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ kennen, in der Ideen in kurzen Vorträgen vorgestellt und im Anschluss von der Jury bewertet werden, gibt es auch für Hagen. Das Interesse, aus Ideenreichtum bare Münze zu machen, möchten die Projektleiter nutzen: „Wir wollen den Spirit um Startups mitnehmen“, sagt Ines von Weichs.

Innovative Ideen begeistern Jury

Ein Gründerteam aus der ersten Runde hat es beispielsweise geschafft, die sechsköpfige Jury für ihre Idee einer Uhr mit integrierter Sturzwarnmeldung zu gewinnen. Dabei erkennt ein Sensor, wenn der Uhrenträger stürzt und sendet automatisch einen Hilferuf. Ein anderes Team hat einen Metalldetektor entworfen, der Schrauben im Körper erkennt und somit OP-Zeiten relevant verkürzt.

Im Rahmen des Programms wird das Team professionell unterstützt, um die Idee weiterzuentwickeln. Während des Jahres verbessern die Teams durch laufende Pitchveranstaltungen ihre Präsentationsfähigkeit und geben ihrem Produkt ein Gesicht. An mehreren Wochenenden werden Seminare besucht zu den Themen Teambuilding, Geschäftsmodellierung, Marketing und Vertrieb sowie Finanzierung.

Innovative Ideen als Grundvoraussetzung

Der Fokus liegt dabei stets darauf, das Produkt intelligent weiterzuentwickeln und sich einen Namen zu machen. Zudem werden durch die beteiligten Firmen, Fachbereiche und Institutionen, wie beispielsweise die IHK und die Wirtschaftsförderung, zahlreiche Netzwerke gebildet.

Gesucht werden Gründungsideen mit naturwissenschaftlichen, technischen und gesellschaftspolitisch relevanten Konzepten, die nicht älter als fünf Jahre sind. Altersgrenzen für Interessierte gibt es nicht „Man muss nicht an der Uni eingeschrieben sein“, sagt von Weichs. „Die Hauptsache ist, die Idee ist innovativ.“

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