Iserlohner Straße

Fahrzeuge erhalten ab sofort Knöllchen

Das Ordnungsamt der Stadt Hagen verhängt jetzt an der Iserlohner Straße Knöllchen

Foto: Volker Bremshey

Das Ordnungsamt der Stadt Hagen verhängt jetzt an der Iserlohner Straße Knöllchen Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.   Jetzt ist die Stadt Hagen aktiv geworden. Sie verhängt ab sofort gegen jene Fahrzeugführer Knöllchen, deren Brummis in die Fahrbahn ragen.

Jetzt macht die Stadt Hagen Ernst und geht gegen die an der Iserlohner Straße geparkten Lastwagen vor. So verhängte das Ordnungsamt jetzt „Knöllchen“: zehn Euro. „Es liegt nach der Straßenverkehrsordnung eine Verkehrsgefährdung vor“, sagt dazu ein Mitarbeiter des Presseamtes, „weil die Lastwagen über die weiße Begrenzungslinie des Standstreifens hinaus in die Fahrbahn ragen.“ Besonders gefährlich wird es, wenn auf beiden Seiten der Fahrbahn die 40 Tonner parken und die Fahrspur der mit rund 8000 Fahrzeugen pro Tag befahrenen Bundesstraße deutlich einengen.

Die Verwaltung hofft, dass sie mit dieser Maßnahme, die in den kommenden Wochen kontinuierlich fortgesetzt werden soll, erzieherisch auf die Lastwagenfahrer und somit auf die Speditionen einwirken kann. „Vom Grundsatz können wir jeden Tag dort ein Knöllchen verteilten. Somit sieben in einer Woche.“ Ob das fruchtet?

Einer, der dort seine Fahrzeuge parkt, ist Suat Aker, Mitinhaber einer in Letmathe angesiedelten Spedition. Er stellt dort bis zu vier 40 Tonner ab, die für heimische Stahlunternehmen fahren. „Früher haben wir unsere Fahrzeuge an der Buschmühlenstraße geparkt. Dort sind sie immer aufgebrochen worden. Das ist dort mittlerweilen viel zu gefährlich“, sagt der Unternehmen. „Deshalb stehen unsere Lkw jetzt an der Iserlohner Straße. Das ist sicherer.“

Als Beispiel nennt er einen Vorfall aus dem vergangenen Jahr. „Da hat jemand versucht, einen Lastwagen unseres Unternehmens anzuzünden. Das ist einem Autofahrer aufgefallen. Dadurch konnte das Feuer schnell gelöscht werden. An der Buschmühlenstraße wäre er abgebrannt.“

Der Unternehmer, der Mitglied im Vorstand des SPD-Ortsvereins Hohenlimburg ist, und dem deshalb die Parkproblematik und die damit verbundene Kritik aus der Bevölkerung bekannt sind, sucht händeringend nach einem großen Parkplatz für seine Fahrzeuge. „Man hat mir einen Platz in der Obernahmer angeboten. Aber der ist viel zu weit entfernt.“ Ein weiteres Kriterium ist die notwendige Größe der gesuchten Fläche. „Zehn Lastwagen sollten wir dort schon abstellen können.“

Ortsschilder in Richtung Letmathe

Insbesondere an den Wochenende nimmt die Zahl der Lastwagen, die an beiden Seiten der Iserlohner Straße stehen, zu. „Zunächst haben dort nur meine Fahrzeuge gestanden und die eines anderen Hohenlimburger Unternehmers. Jetzt kommen immer mehr hinzu.“ Auch die eines Spediteurs aus dem Hochsauerland. Ebenso auswärtige Fahrer, die aufgrund des Lkw-Fahrverbotes am Wochenende häufig von Freitag- bis Sonntagabend dort stehen. Mit all den hygienischen Problemen, die damit verbunden sind.

Dennoch zeigt sich Suat Aker mit den jetzt verteilten Knöllchen nicht einverstanden. „Wenn es weitere Strafzettel gibt, werde ich meinen Rechtsanwalt einschalten.“

Ein Anwohner schlägt der Politik vor, das Ortseingangs- und das Ortsausgangsschild in Richtung Querspange (Letmathe) zu versetzen. Denn innerhalb geschlossener Ortschaften dürfen die Lastwagen nicht auf den Seitenstreifen parken. „Das ist nicht so einfach umzusetzen. Denn für diesen Bereich der Bundesstraße 7 zeichnet seit Jahrzehnten der Landesbetrieb Straßen NRW verantwortlich“, hieß es dazu gestern aus der Verwaltung. Deshalb sei zumindest kurzfristig nicht zu klären, ob das grundsätzlich möglich sei. Bei Straßen NRW war zu dieser Fragestellung gestern niemand zu erreichen.

Von Mitgliedern der Bezirksvertretung kam deshalb die Anregung, in einer der nächsten Sitzungen das Thema „Parken an der Iserlohner Straße“ noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen und dazu die Behörden einzuladen.

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