Schüleraustausch

Fast-Food fehlt: Amerikanische Schüler erkunden Hohenlimburg

v.l. Hanna Scholten und Autumn Bosin sind zwei von elf Schülerinnen und Schülern aus Wisconsin, die nun erstmals Deutschland und Hohenlimburg kennenlernen.

v.l. Hanna Scholten und Autumn Bosin sind zwei von elf Schülerinnen und Schülern aus Wisconsin, die nun erstmals Deutschland und Hohenlimburg kennenlernen.

Foto: Marcel Krombusch / Westfalenpost

Hohenlimburg.  Besuch aus Übersee: Elf Schülerinnen und Schüler aus den USA erkunden zum ersten Mal das fremde Deutschland - von Hohenlimburg aus.

Junger Besuch aus Übersee: Elf Schülerinnen und Schüler aus den USA sind aktuell in Hohenlimburg untergebracht und erkunden zum ersten Mal das fremde Deutschland. Ermöglicht wird die Begegnung durch ein neues Austauschprogramm am Gymnasium Hohenlimburg, das Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe mit ihren Schulkollegen in Amerika verbindet.

Wie der Kontakt entstand und was Amerikaner denken, wenn sie durch die Hohenlimburger Innenstadt gehen.

Der Austausch

Katrin Neuhaus ist Englisch-Lehrerin am Gymnasium Hohenlimburg und hat den Austausch in Eigenregie organisiert. Den Kontakt in die USA knüpfte sie dank einer Austausch-Agentur im Bundesstaat Wisconsin. – einst gegründet von einem Hohenlimburger, der in die Vereinigten Staaten ausgewandert ist. „Seine Nachfolgerin hat dann den Kontakt an die Schulen vor Ort ermöglicht“, so Neuhaus. Konkret handelt es sich um die Horace Mann High School und die Waupun High School – beide liegen in der Gemeinde North Fund in Wisconsin – rund 6.700 Kilometer von Hohenlimburg entfernt. Im Herbst 2018 reisten erstmals Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenlimburg an die beiden High Schools. Seit vergangenen Samstag nun sind ihre Schulkollegen aus Übersee vor Ort zum Gegenbesuch, wohnen bei den Familien der Schüler aus Hohenlimburg. Wie Hanna Scholten und Autumn Bosin.

Die Amerikaner

Wer die 16-Jährigen fragt, wie ihnen Hohenlimburg gefällt, bekommt ein Lächeln und ein „Great“ zurück. „Ich mag besonders die historischen Kirchen und die Burg hier“, sagt Hanna Scholten. Allein wegen der jüngeren Geschichte Amerikas gebe es solche Gebäude bei ihnen nicht. „Wir haben nur ‘Fake-Schlösser’“, sagt Hanna und der Zuhörer denkt unweigerlich an das weltberühmte Traumschloss der Marke Disney. Aber es ist nicht nur die historische Architektur, von der sie beim Gang entlang der Kneipen am neuen Markt schwärmen. „Ich hatte gestern Abend mein erstes Bier – ganz legal“, sagt die 16-Jährige und lacht. „Bier trinken dürfen wir in den Staaten erst ab 21 Jahren.“

Trotz aller Begeisterung gibt es aber auch Vorzüge der USA, die ihnen Hohenlimburg nicht bieten kann. „Wir haben eine viel größere Auswahl an Fast-Food“, sagt Autumn Bosin. „Hier ist das Essen vielleicht insgesamt gesünder – aber wir sind an Fast-Food gewöhnt.“

Das Tour-Programm

Auf Wunsch der Amerikaner seien ihre Reiseziele bewusst „kulturell-historisch“ angelegt, sagt Lehrerin Katrin Niehaus. Neben einem Besuch im Fußballmuseum Dortmund stehen Führungen in der Burg Altena und Schloss Hohenlimburg auf dem Plan. Gestern war die Delegation zudem für einen Empfang im Ratssaal. Als Zeichen der Gastfreundschaft erklang vom Glockenspiel die amerikanische Nationalhymne. Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss war sichtlich erfreut über den Besuch aus der Ferne. „Ich wünsche euch viele tolle Erfahrungen“, sagte Voss. „Hier erlebt ihr den Hohenlimburger ‘way of life’.“

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