Kultur

Fernuni-Bibliothek will mehr Hagener Besucher anlocken

Die Bibliothek der Fernuni will mit Veranstaltungen verstärkt Hagener Besucher anlocken. Im Sommer wird ein neuer Multifunktionsraum eröffnet.

Die Bibliothek der Fernuni will mit Veranstaltungen verstärkt Hagener Besucher anlocken. Im Sommer wird ein neuer Multifunktionsraum eröffnet.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Da die Fernuni Hagen keine Präsenz-Uni ist, will die Bibliothek mit Veranstaltungen mehr Hagener und Menschen aus den Nachbarstädten locken.

Die Fernuniversität will präsenter werden und möchte von Hagenern und Menschen aus der Nachbarschaft stärker wahrgenommen werden. „Wir haben ja keine Studenten vor Ort, deshalb nehmen wir Menschen aus dem direkten Umfeld stärker ins Visier“, erläutert Jeanine Tuschling-Langewand. Sie ist für die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Ausstellungen in der Universitätsbibliothek zuständig und möchte den Bereich ausbauen und auffrischen.

Multifunktionaler Raum wird im Sommer eingeweiht

„In der zweiten Jahreshälfte wird unser neuer Veranstaltungsraum eingeweiht“, blickt Jeanine Tuschling-Langewand in Richtung ­Sommer. „Der multifunktionale Raum bietet 80 bis 100 Besuchern Platz, befindet sich im Herzen des Campus und bietet einen fantastischen Blick auf den Roten Platz“, schwärmt die gebürtige Marburgerin.

Schöne Aussicht

Derzeit befindet sich ein Veranstaltungsraum im Untergeschoss. Da der dortige Platz für zusätzliche Rollregale benötigt wird, wurde nach einer Alternative gesucht. Und die Idee des zeitgemäßen Multifunktionsraumes mit schöner Aussicht geboren.

Das Programm der kommenden Monate

Was in den kommenden Wochen und Monaten im bisherigen und später dann im neuen Raum geboten wird?

Am Dienstag, 11. Juni, gastieren Peter Schütze und Kriszti Kiss mit einer Else-Lasker-Schüler-Lesung in der Uni-Bibliothek. „Die beiden haben bei uns eine Fanbase und bescheren uns immer eine volle Bude mit bestimmt 100 Besuchern“, sagt Jeanine Tuschling-Lange­wand und lächelt.

Autorin greift Me-too-Debatte auf

Ein Highlight verspricht die Programm-Macherin für Freitag, 18. Juli. Dann liest ­Anne Wizorek, engagiert im Alltagsfeminismus und beim Kurznachrichtendienst Twitter aktiv, aus ihrem aktuellen Buch „Weil ein #Aufschrei nicht reicht“. „Die Autorin greift die Me-too-Debatte auf und spricht hauptsächlich ein jüngeres Publikum an“, erläutert Jeanine Tuschling-Lange­wand.

Als „geheime“ Bestseller-Autorin beschreibt die Bibliotheks-Mitarbeiterin Anke Stelling, die am Mittwoch, 25. September, in ihrem Buch „Schäfchen im Trockenen“ das Bionade-Bürgertum literarisch auf die Schippe nimmt.

Im Oktober und November folgen Lesungen mit Theresia Walser („Herrinnen“) und Schütze/Kiss („Die Hauptstadt“).

25 Bücher mit aufwendig gestalteten Covern

Am Welttag des Buches beteiligt sich die Uni-Bibliothek ebenfalls: Von Oktober bis Dezember werden insgesamt 25 Bücher, die ein besonders aufwendig gestaltetes, dekoratives Cover ziert, im Rahmen einer Ausstellung, die von der Stiftung Buch-Kunst unterstützt wird, gezeigt.

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