Politik

Flugblätter gegen AfD-Ratsfrau Radke in Hagen verteilt

Die AfD sitzt im Stadrat Hagen. Gegen eine Ratsfrau wird nun ein Flugblatt verteilt.

Die AfD sitzt im Stadrat Hagen. Gegen eine Ratsfrau wird nun ein Flugblatt verteilt.

Foto: Bernd von Jutrczenka

Hagen.   In Hagen ist ein Flugblatt aufgetaucht, dass Nachbarn gegen die AfD-Ratfrau Lisa Radke aufwiegeln soll. Der Staatsschutz prüft die Sache nun.

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Rund um die Privatwohnung des AfD-Ratsmitglieds Lisa Radke sind Flugblätter aufgetaucht. In dem von einer Initiative „Nationalismus ist keine Alternative“ unterzeichneten Schreiben wird Radke als „geistige Brandstifterin“ bezeichnet, die „rassistische und nationalistische Denkmuster“ verbreite. Die Nachbarn sollten Radke zeigen, dass sie „hier in der Nachbarschaft nicht erwünscht ist“.

„Der Pizza-Bote hat das Flugblatt mit reingebracht“, berichtet Radke. Danach hätten sie und ihr Lebensgefährte etwa 200 Flugblätter eingesammelt. Sie erstattete Anzeige wegen Beleidigung. Die Staatsschutzabteilung, so Sprecher Ralf Bode, habe den Fall aufgenommen und an die Staatsanwaltschaft geleitet. Die muss entscheiden, ob eine Straftat vorliegt. Wahrscheinlich die gleiche Gruppe hatte bei AfD-Fraktionschef Michael Eiche und bei Radke eine Mauer auf den Gehweg vor ihren Wohnungen gemauert. Darauf fand man das gleiche Zeichen wie auf dem aktuellen Schreiben. Hier hatten die Ermittler keine Straftat gesehen. Für sie, so Radke, sei der aktuelle Fall massiver. Von Angst will sie nicht sprechen: „Aber es ist eine äußerst unangenehme Situation.“

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