Demonstration

Friedliches Anti-Rassismus-Konzert am Hauptbahnhof in Hagen

Friedlich verläuft das Konzert am Hauptbahnhof in Hagen.

Foto: Martin Horn

Friedlich verläuft das Konzert am Hauptbahnhof in Hagen.

Hagen.   Das Anti-Rassismus-Konzert am Hagener Hauptbahnhof verläuft bislang friedlich. Im Vorfeld gab es im Internet Hinweise auf Störungen von rechts.

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„Wir sind mehr, wir sind bunt und wir sind auch besser“, ruft Christoph Schneider den etwa 200 Menschen auf dem Berliner Platz am Hauptbahnhof entgegen. Es folgt lauter Applaus, selbstgemalte Fahnen, mit durchgestrichenen Hakenkreuzsymbolen, werden geschwenkt. „Ein Zeichen setzen“, wollte der 31-jährige Organisator mit dem kurzfristig geplanten „Wir-sind-mehr-Hagen“-Konzert. „Dass sich Hagen Rassismus, Hass und Hetzte entgegenstellt.“

Die Idee dazu kam dem gebürtigen Bremer, der seit 2011 in Hagen „sehr gerne wohnt“, als er im Live-Stream das Konzert in Chemnitz verfolgt hat. „Natürlich ist nicht alles wunderbar, es passieren Fehler“, sagt Schneider. „Aber diese Fehler benutzen, um gezielt Rassismus zu schüren, das ist eine Katastrophe. Und das nehmen wir nicht so hin.“

Bunt gemischtes Publikum

Das Publikum ist – getreu dem Motto der Veranstaltung – bunt gemischt. Junge Familien mit Kindern, Studenten, Rentner und Menschen aus unterschiedlichen Nationalitäten haben sich versammelt. Einer von Ihnen ist Christoph Schürmann, der aus Wuppertal gekommen ist. „Ich frage mich oft, was ich aktiv tun könnte, um dem Rechtsruck entgegenzuwirken“, sagt der 50-jährige. „Das hat in den letzten Jahren eine neue Qualität gewonnen, die Besorgnis erregend ist. Präsenz zeigen, das ist mir heute wichtig.“ Die erste Musik ertönt. Ein Banner mit der Aufschrift „Nationalismus raus aus den Köpfen“ wird von einer Gruppe von Jugendlichen ausgebreitet. Der Konsens ist bei jedem einzelnen Besucher an diesem Tag zu spüren: „Rassismus hat keinen Platz in Hagen“. Von dem im Vorfeld angekündigten „Spaziergang durch Hagen“ seitens der AfD, ist nichts zu sehen. „Die richtigen Leute sind hier. So muss das sein“, zeigt sich Schneider zufrieden.

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