Fromme Wünsche

Am Europaplatz in Vorhalle stinkt es. Am Wasserschloss Werdringen auch. Nach Hunden. Besser gesagt: Nach ihren Hinterlassenschaften. Denn so mancher Hundebesitzer lässt seinen Vierbeiner an diesen Orten sein Geschäft verrichten und geht dann, statt einen Beutel zu zücken und das Gemachte artig zu entsorgen, unverrichteter Dinge weiter. Dieses unsoziale Verhalten hat die örtliche Politik auf den Hund gebracht. Die Bezirksvertretung Nord hat dafür votiert, Tütenspender sowie Abfallbehälter aufzustellen – in der Hoffnung, dass die Herrchen und Frauchen das Werk ihrer Tiere dann vielleicht vorschriftsmäßig entsorgen. Allein die löbliche Idee scheitert bislang am schnöden Mammon. Zwar kostet ein Tütenspender nur rund 200 Euro und ein Abfallbehälter nicht viel mehr, doch selbst über solche Kleckerbeträge muss in Zeiten klammer Stadtkassen schwer gekämpft werden. Vorerst bleiben die Kotbeutel daher ein frommer Wunsch. Am einfachsten wäre dem Problem natürlich beizukommen, wenn die Hundebesitzer sich der Dinge aus eigenem Antrieb annehmen würden. Aber auch das ist heutzutage wohl eher ein frommer Wunsch.

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Am Europaplatz in Vorhalle stinkt es. Am Wasserschloss Werdringen auch. Nach Hunden. Besser gesagt: Nach ihren Hinterlassenschaften.


Denn so mancher Hundebesitzer lässt seinen Vierbeiner an diesen Orten sein Geschäft verrichten und geht dann, statt einen Beutel zu zücken und das Gemachte artig zu entsorgen, unverrichteter Dinge weiter. Dieses unsoziale Verhalten hat die örtliche Politik auf den Hund gebracht. Die Bezirksvertretung Nord hat dafür votiert, Tütenspender sowie Abfallbehälter aufzustellen – in der Hoffnung, dass die Herrchen und Frauchen das Werk ihrer Tiere dann vielleicht vorschriftsmäßig entsorgen.


Allein die löbliche Idee scheitert bislang am schnöden Mammon. Zwar kostet ein Tütenspender nur rund 200 Euro und ein Abfallbehälter nicht viel mehr, doch selbst über solche Kleckerbeträge muss in Zeiten klammer Stadtkassen schwer gekämpft werden. Vorerst bleiben die Kotbeutel daher ein frommer Wunsch.


Am einfachsten wäre dem Problem natürlich beizukommen, wenn die Hundebesitzer sich der Dinge aus eigenem Antrieb annehmen würden. Aber auch das ist heutzutage wohl eher ein frommer Wunsch.

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