Rechtsstreit

Fürst widerruft Kompromiss zu Schlossspielen Hohenlimburg

Schlossspielleiter Dario Weberg (links) muss nach dem Scheitern der Gespräche umdenken.

Schlossspielleiter Dario Weberg (links) muss nach dem Scheitern der Gespräche umdenken.

Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.  Das Fürstenhaus zu Bentheim-Tecklenburg hat den am Landgericht Hagen erarbeiteten Kompromiss widerrufen. Der Schlossspielverein ist enttäuscht.

Der vor einer Woche erzielte Kompromissvorschlag zu den Schlossspielen ist gescheitert: Am Freitagnachmittag traf am Hagener Landgericht per Fax der Widerruf des Fürstenhauses zu Bentheim-Tecklenburg und der Schloss Hohenlimburg gGmbH gegen den vor der 9. Zivilkammer im Gütegespräch mit dem Schlossspielverein gefundenen Kompromiss ein. Das bestätigte David Theile, Pressesprecher des Hagener Landgerichtes der WESTFALENPOST. Begründet wurde dieser Schritt nicht.

Nun treffen sich am Freitag, 6. April, die Parteien am Hagener Landgericht wieder. Um 15 Uhr wird der Vorsitzende Richter, Christian Niemöller, bei einem Verkündungstermin seine Entscheidung in diesem Verfahren bekanntgeben. Zwei Szenarein sind denkbar: Entweder er spricht an diesem Tag ein Urteil. Oder aber er gibt einen Beschluss bekannt, in diesem Verfahren noch weitere Beweise einholen zu müssen. David Theile. „Gegen ein Urteil besteht dann die Möglichkeit, am Oberlandesgericht in Hamm Berufung einzulegen.“

Wie diese Zeitung berichtete, hatten sich am Freitag, 16. März, der Freundeskreis Schlossspiele (Kläger) und das Fürstenhaus zu Bentheim-Tecklenburg und die Schloss Hohenlimburg gGmbH (Beklagte) zu einem Gütegespräch getroffen. Richter Christian Niemöller hatte in einem zweistündigen Termin einen Kompromiss erarbeitet, dem beide Seiten damals zustimmten.

Keine Stellungnahme des Fürsten

Dieser sagte unter anderem aus, dass der Schlossspielverein an zwei von drei Wochenenden zwischen 24. August und 9. September den Fürstensaal des Schlosses nutzen dürfen sollte; zusätzlich die Küche und WC-Anlagen. Darüber hinaus sollte der Schlosshof an Werktagen zur Verfügung stehen. Diesen Vorschlag hatte Dr. Jörg König, Anwalt des Fürstenhauses, mit auf den Heimweg genommen. Verbunden mit der Möglichkeit, diesen Vergleich zu widerrufen. So ist es nun geschehen. Vom Fürstenhaus war gestern keine Stellungnahme zum Widerruf zu bekommen: „Wir geben keine Auskünfte zu laufenden Verfahren.“

Der Freundeskreis Schlossspiele zeigte sich von der Entscheidung des Fürsten enttäuscht. „Wir sind weiterhin kompromissbereit und hoffen zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen, die dem Vergleich nahekommt“, sagt Geschäftsführerin Elke Adomeit.

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