Corona-Virus

Gastronom übt deutliche Kritik an Hagener Corona-Leugner

Thomas Bielefeld betreibt mit seiner Frau Tamara das „Novy’s im Museumsquartier

Thomas Bielefeld betreibt mit seiner Frau Tamara das „Novy’s im Museumsquartier

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Kein Verständnis für für die Haltung des Hageners Michael Schele, der dem Bündnis „Querdenken“ angehört, hat Thomas Bielefeld.

Als „dumm und völlig verantwortungslos“ bezeichnet Thomas Bielefeld, der gemeinsam mit seiner Frau Tamara das Restaurant Novy’s betreibt, das Verhalten des Hageners Michael Schele. Schele ist Corona-Leugner, hat für das Bündnis „Querdenken“ eine Groß-Demo in Düsseldorf angekündigt und hatte in unsere Zeitung offen erklärt, dass er sich mit falschen Daten in die Corona-Listen in Restaurants eintrage.

1. Warum regt Sie diese Aussage so auf?

Natürlich mag Scheles eigene Existenz als Discjockey in der Corona-Zeit in Gefahr sein. Aber wer sich so verhält wie er, der gefährdet die Existenz anderer und bringt Menschen in Gefahr. Ein Beispiel aus der Gastronomie gibt es aktuell aus der Bar „Katze“ in Hamburg, wo sich zahlreiche Menschen mit Corona in einem Betrieb infiziert haben und sich nun die Infektionskette nicht verfolgen lässt, weil Gäste falsche Angaben gemacht haben. Menschen, die sich wie Schele verhalten, sind hochgradig gefährlich.

2. Wie sind denn Ihre Erfahrungen mit Gästen in der Corona-Zeit?

Die allermeisten haben überhaupt kein Problem damit, sich in die Listen einzutragen, Abstandsregeln einzuhalten und einen Mundschutz zu tragen – auch wenn das auf dem Weg durch einen Biergarten, in dem vielleicht gerade nur wenige Gäste sitzen, zunächst mal komisch anmuten mag. Aber wir legen großen Wert darauf, dass bei uns die Vorgaben eingehalten werden und setzen das um, was uns der Gesetzgeber auferlegt. Die Listen werden nach vier Wochen geschreddert. Ich wüsste auch gar nicht, was ich damit anfangen sollte.

3. Begegnen Ihnen denn auch Masken-Verweigerer?

Zum Glück ist das die Ausnahme. Diskussionen machen da aus meiner Sicht aber keinen Sinn. Jedem logischen Argument wird einfach ein unlogisches entgegengesetzt. Unsere Mitarbeiter tragen selbst sechs bis sieben Stunden pro Tag eine Maske. Sie haben weder die Nerven noch die Zeit, sich auf Debatten einzulassen. Ganz klar: Wer sich bewusst nicht an Regeln hält, der muss uns nicht besuchen.

Mit Thomas Bielefeld sprach Jens Stubbe

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