PR-Mann David Rölleke

Ginger Wollersheim bewirbt sich in Breckerfeld für Praktikum

PR-Manager David Rölleke aus Breckerfeld mit Ginger und  Rotlichtgröße Bert Wollersheim. Der Breckerfelder sucht einen Praktikanten, um ihn zur Oscar-Verleihung nach Hollywood zu schicken. Ginger hat sich beworben.

PR-Manager David Rölleke aus Breckerfeld mit Ginger und  Rotlichtgröße Bert Wollersheim. Der Breckerfelder sucht einen Praktikanten, um ihn zur Oscar-Verleihung nach Hollywood zu schicken. Ginger hat sich beworben.

Foto: Rölleke

Breckerfeld.  Der Breckerfelder PR-Manager David Rölleke will einen Praktikanten zur Oscar-Verleihung schicken. Beworben hat sich auch Ginger Wollersheim.

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Bei aller Bescheidenheit – Understatement ist nicht sein Ding. David Rölleke aus Breckerfeld, der sich selbst auf seiner Homepage als „erfolgreichster PR-Manager Deutschlands“ bezeichnet, sorgt jetzt im Boulevard für fette Schlagzeilen. Der Familienvater, der im Neubaugebiet Heider Kopf wohnt, sucht einen Praktikanten, und den will er zur Oscar-Verleihung schicken. Beworben hat sich auch Erotik-Sternchen und Sängerin Ginger Wollersheim.

Die Feuertaufe in Hollywood – für Rölleke PR-Aktion und außergewöhnliche Mitarbeiter-Akquise in einem: „Zuletzt habe ich ein paar mal daneben gegriffen“, sagt Rölleke (36), der vor fünf Jahren nach Breckerfeld gezogen ist, „ich habe Leute angestellt und dann gemerkt: Es passte einfach nicht. Deshalb suche ich jetzt erst mal einen Praktikanten, der sofort zeigen kann, was er drauf hat.“

Wohlgemerkt: Rölleke hat bislang gar nichts mit der Oscar-Verleihung zu tun. Sein künftiger Praktikant soll diese Verbindungen erst vor Ort herstellen und auf Stars und Sternchen zugehen.

200 Bewerbungen in wenigen Tagen

Dass ihm diese Aktion selbst reichlich Aufmerksamkeit beschert, kommt dem Betreiber der Agentur „Der PR-Manager“ nur gelegen: „Durch die Veröffentlichung in der Bild-Zeitung hatte ich innerhalb von wenigen Tagen mehr als 200 Bewerbungen“, sagt Rölleke, der für die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz war, „darunter ist eine 86-Jährige, die gerade ihren Mann verloren hat, und noch einmal etwas erleben möchte.“

Und: Unter den Bewerbern ist auch Ginger Wollersheim, die Gattin von Rotlicht-Größe Bert Wollersheim, der einst in Düsseldorf ein großes Bordell betrieben hat. Ihren letzten größeren Auftritt hatte Ginger, die 2019 die Singles „Ananassaft“ und „Du willst es doch auch“ veröffentlich hat, in der SAT1-Sendung „Promi Big Brother“.

Riesenchance in Hollywood

Jetzt will die Blondine, einst Stripperin und Webcam-Girl, zu den Oscar-Verleihungen: „Drei Wochen Hollywood – das ist doch eine Riesenchance“, erklärt sie gegenüber der WP. „Ich kannte David vorher nicht, habe seinen Aufruf gelesen und mich dann just for fun beworben. Aber ich bin kreativ, lerne gerne Menschen kennen. Das ist genau mein Ding.“ Zu einem ersten Gespräch mit dem Ehepaar Wollersheim ist Rölleke nach Willich gereist. „Es soll ein Casting folgen. Ich bin gespannt“, sagt Ginger.

Rölleke selbst sieht die Promi-Bewerbung noch zurückhaltend: „Natürlich ist das auch PR“, so der Experte, „mir ist es aber wichtig, am Ende einen qualifizierten Mitarbeiter zu haben. Dafür bin ich ja auch bereit, erst einmal die Reise und das Praktikum in Hollywood zu finanzieren. Wenn Ginger wirklich nach Hollywood will, müsste sie sich am Ende gegen alle anderen Bewerber durchsetzen. Und da zählt Fachlichkeit weit mehr als Prominenz. Ich suche jemanden, der gut recherchieren kann und nicht kontaktscheu ist.“

Einst in der Justizvollzugsanstalt

Kontaktscheu – das ist Rölleke selbst nicht. „Ich berate gerade mehrere große Unternehmen und Sportvereine“, erzählt er aus seinem beruflichen Alltag, der vor Jahren noch ganz anders aussah. Da arbeitete Rölleke noch in der Justizvollzugsanstalt in Hagen: „Aber das ging nicht mehr. Ich bin verprügelt und gemobbt worden. Man hat mir unterstellt, ich hätte mit Drogen gedealt. Weil ich aber schon immer jemand war, der gut auf Leute zugehen konnte, habe ich mich auf den PR-Bereich konzentriert.“

So taucht Rölleke erstmals in der Zeitung auf, als er an der Streetbob-WM der Westfalenpost teilnimmt. „Ich habe schon immer gerne Guerilla-Aktionen gemacht“, sagt er, „verrückte Sachen, die für Aufmerksamkeit sorgen.“

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