Bundestag

Giousouf fliegt aus Bundestag, Helling-Plahr zieht ein

Cemile Giousouf (CDU).
Foto: Michael Kleinrensing

Cemile Giousouf (CDU). Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Cemile Giousouf (CDU) schafft es nicht in den Bundestag, dafür schafft Katrin Helling-Plahr (FDP) das Abgeordenten-Mandat.

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Jetzt ist es klar: Katrin Helling-Plahr (FDP) zieht für Hagen in den Bundestag ein, Cemile Giousouf (CDU) fliegt dagegen raus. Mit René Röspel (SPD), der den Wahlkreis 138 (Hagen/ Ennepe-Ruhr Kreis) direkt gewonnen hatte, gibt es damit nun weiter zwei Hagener Abgeordnete im Bundestag.

Bis in den frühen Morgen hatte die Zitterpartie gedauert. Sowohl Katrin Helling-Plahr als auch Cemile Giousouf konnten sich zwischenzeitlich darüber freuen, wahrscheinlich über die jeweiligen Landeslisten ihrer Partei in den Bundestag einzuziehen. Dann aber sagten die Prognosen, dass sie es doch nicht schaffen würden.

Katrin Helling-Plahr ist bereits auf dem Weg nach Berlin

Mit Verkündung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses durch den Bundeswahlleiter herrscht nun Klarheit. Katrin Helling-Plahr sitzt bereits im ICE auf dem Weg nach Berlin, wo es heute eine erste Sitzung der neuen FDP-Bundestagsfraktion geben wird.

Der Tag in Berlin beginnt für die neue Abgeordnete mit einer Sitzung des FDP-Bundesvorstands im Hans-Dietrich-Genscher-Haus um 11 Uhr. Ab 14 Uhr trifft sich dann die neugewählte FDP-Fraktion und konstituiert sich. "Anders als die meisten anderen, haben wir ja keine bestehende Fraktionslogistik in Berlin, sondern müssen nach unserer Zeit in der außerparlamentarischen Opposition alles neu aufbauen", so. Helling-Plahr.Bis zum Platz 20 hat am Ende die Landesliste der NRW-FDP gezogen, mit Platz 17 ist die 1986 geborene Juristin damit sicher drin. "Ich freue mich, in Berlin für die Menschen im Wahlkreis und ganz Deutschland wirken zu dürfen. Wir müssen das Land dringend modernisieren", sagt Helling-Plahr.

"Es war mir eine große Ehre"

Für Cemile Giousouf, die als erste Muslima, die für die CDU im Bundestag sitzt, bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte und zur Integrationsbeauftragten der Fraktion aufgestiegen war, endet das Abgeordnetenmandat dagegen nach nur vier Jahren.

"Es war mir eine große Ehre Hagen und den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis imDeutschen Bundestag als Abgeordnete vertreten zu dürfen. Es war eine arbeitsreiche und einmalige Zeit. Ohne meine Mitarbeiter, wäre dies nicht möglich gewesen." Sie hätte sich gewünscht, dass das Ergebnis gestern im gesamten Wahlkreis wie in Breckerfeld ausgefallen wäre. Insgesamt freue sie sich über ein gutes persönliches Ergebnis. "Mehr Menschen haben mir Ihr Vertrauen geschenkt als noch vor vier Jahren. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Leider hat es trotzdem nicht gereicht. Meinen politischen Mitstreitern Katrin Helling-Plahr und René Röspel wünsche ich alles Gute für die nächste Legislatur. Es wird in den nächsten Jahren sehr darauf ankommen, unsere demokratischen Werte zu verteidigen."

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