Bildung

Grüne, FDP und Hagen Aktiv sind für vierte Gesamtschule

Die Fritz-Steinhoff-Gesamtschule in Helfe ist die größte in Hagen. Jetzt soll eine vierte hinzukommen.

Die Fritz-Steinhoff-Gesamtschule in Helfe ist die größte in Hagen. Jetzt soll eine vierte hinzukommen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Eine vierte Gesamtschule in Hagen wird wahrscheinlicher. Grüne, FDP und Hagen Aktiv sprechen sich auch dafür aus.

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Das Thema „Vierte Gesamtschule“ für Hagen gewinnt weiter an Fahrt: Mit der FDP, den Grünen und Hagen Aktiv haben drei kleinere Fraktionen einen entsprechenden Antrag eingebracht: Die Stadtverwaltung soll bis zum Herbst alle notwendigen Informationen zusammentragen, wie eine weitere Gesamtschule in Hagen an den Start gebracht werden kann.

„Wir haben bereits während der Diskussion über die Mehrklassenbildung am Albrecht-Dürer-Gymnasium deutlich gemacht, dass der Elternwille für uns nicht nur bei den Gymnasien eine wichtige Rolle spielt“, so Katja Graf, die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Wenn jährlich im Gesamtschulbereich Anmeldeüberhänge von deutlich mehr als 100 Schülern entstünden, können man das nicht ignorieren. „Wir benötigen daher nun schnellstmöglich genaue Zahlen und Informationen von der Schulverwaltung um eine sachliche, strukturierte Diskussion und zeitnahe Entscheidungen zu ermöglichen.“

Grüne für Standort Hohenlimburg

Die Grünen hatte das Thema bereits vor einigen Wochen wieder auf die politische Agenda gebracht – und sich bereits für einen Standort in Hohenlimburg ausgesprochen. Das wiederum sieht die FDP skeptisch: „Wir würden einen zentralen Standort in Hagen Mitte bevorzugen“, so Katja Graf. „In Hohenlimburg wäre eine vierte Gesamtschule hingegen nur durch die Zusammenlegung zweier sehr gut aufgestellter Schulen und damit einer Reduzierung des Angebots machbar. Das sehen wir sehr kritisch“, so Graf weiter.

Auch über die Ausgestaltung der zukünftigen Schule haben sich die Liberalen bereits Gedanken gemacht: „Wir wünschen uns, dass für die Inklusion körperlich behinderter Schülerinnen und Schüler von Anfang an die notwendigen baulichen und organisatorischen Notwendigkeiten vorgesehen werden.“

Mehrheit im Schulausschuss erwartet

Dies müsse sich auch in den pädagogischen Konzepten, etwa durch Team-Teaching und den Einsatz von Inklusions-Helfern, niederschlagen. Weiterhin solle die Oberstufe so ausgerichtet sein, dass sie auch den Quereinstieg aus Realschulen problemlos ermögliche, so Katja Graf.

Dass die CDU als Allianz-Partner bislang nicht dem Antrag ihrer Partner Grüne, FDP und Hagen Aktiv beigetreten ist, will Katja Graf nicht kommentieren. Sie rechnet aber mit einer Mehrheit im Ausschuss, da die SPD sich ja bereist generell für eine vierte Gesamtschule ausgesprochen habe.

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