Bahnhofsflächen

Grüne: Ohne neue Unterführung kein Investoren-Interesse

Durch die Bahnhofshinterfahrung entstehen hinter dem Hauptbahnhof neue Flächen.

Foto: Hans Blossey

Durch die Bahnhofshinterfahrung entstehen hinter dem Hauptbahnhof neue Flächen.

Hagen.   Wie sollen die Flächen, die durch die Hinterfahrung hinter dem Hauptbahnhof entstehen, erschlossen werden? Die Grünen wollen eine Unterführung.

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Über die Erschließung und die künftige Nutzung der Flächen hinter dem Hauptbahnhof (Westside) möchten die Hagener Grünen einen aktuellen Sachstandsbericht erhalten. Durch die Realisierung der Bahnhofshinterfahrung verfügen die Flächen künftig über eine optimale Verkehrsanbindung per Straßennetz, aber auch durch Bahn und ÖPNV. Den Antrag hat die Fraktion auf die Tagesordnung der nächsten Bezirksvertretung Mitte (Mittwoch, 7. Februar, 16 Uhr, Sitzungsraum A.202) gesetzt.

Dabei wollen die Grünen vor allen Dingen erfahren, inwieweit die Planungen für den Durchstich der Bahnhofsunterführung gediehen sind, der nach dem Willen der Politik zum Herzstück der Anbindung werden soll. Hier drängen die Grünen auf ein klares Konzept, bevor die Deutsche Bahn mit der millionenschweren Umgestaltung und Sanierung des Hagener Hauptbahnhofes beginnt. Parallel verfolgt die Verwaltung auch noch die Idee, die bestehende Unterführung Werdestraße, die bereits unter den Bahnanlagen hindurch führt, wiederzubeleben und dort eine Verbindung für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen. Ob es sich hierbei um eine Alternativ-Idee handelt oder eine zweite Verbindungsachse, ist in Reihen der Politik aktuell unklar.

Gibt es Platz für Fernbus?

Darüber hinaus fordern die Grünen aber auch konkrete Informationen dazu ein, welche Nutzungen sich die Planungsverwaltung auf dem Westside-Areal vorstellen könnte. „Insbesondere soll dargestellt werden“, so Bezirksvertreterin Hildegund Kingreen, „welche Teile sich für Bebauung und Gewerbe eignen, welche für Verkehre wie Reise- und Fernbusse oder auch eine Fahrradstation möglich sowie welche für eine ökologische Aufwertung freizuhalten sind.“ Nach Informationen der Fraktion sind durch die bereits erfolgten Bodensanierungsarbeiten nämlich die Flächenausdehnungen für mögliche Neuansiedlungen bereits limitiert.

„Die weitere Planung ist kein Geschäft der laufenden Verwaltung“, meint Kingreen. „Vielmehr muss Politik entscheiden, wie diese Flächen sinnvoll genutzt werden sollten und was aus bestimmten Gründen auszuschließen ist.“ Herzstück dieser Überlegung sei letztlich die Realisierung des Unterführungsdurchstichs, der nach vorläufigen Berechnungen knapp acht Millionen Euro kosten soll. „Dieser Durchstich ist Voraussetzung, dass Investoren überhaupt ernsthaftes Interesse an diesen Flächen entwickeln können“, drängen die Grünen auf Entscheidungen im Vorfeld der Bahn-Sanierungsarbeiten.

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