Wohnen

Grüne wollen Mediator für Block 1 in Wehringhausen

Die Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Hagen GWG plant einen kompletten Häuserblock in der Minervastraße, Ewaldstraße, Gustavstraße und Lange Straße abzureißen.

Die Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Hagen GWG plant einen kompletten Häuserblock in der Minervastraße, Ewaldstraße, Gustavstraße und Lange Straße abzureißen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   In letzter Minute vor der Ratssitzung fordern die Grünen nun einen Mediator, der den Streit um Block 1 in Hagen-Wehringhausen schlichten soll.

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Unmittelbar vor der entscheidenden heutigen Ratssitzung melden sich sowohl die Grünen als auch die SPD zum Thema „Block 1“ in Wehringhausen zu Wort. Die Grünen fordern nun, die Abstimmung zu verschieben und einen Mediator einzuschalten. Die SPD hingegen beharrt darauf, dass eine Bebauungsplan für das Projekt nötig sei und dass die Verwaltung es nicht nach dem Paragrafen 34 des Baugesetzbuches prüfen dürfe. Der bedeutet vereinfacht: Es darf so gebaut werden, wie schon in der Nachbarschaft gebaut wurde.

Die Wohnungsgenossenschaft GWG will den Komplex mit 130 Wohneinheiten abreißen und dort einen Discounter und eine Kita neu bauen. Die Grünen haben für die Ratssitzung heute nun beantragt, ein Mediationsverfahren einzuleiten, das bis zum Beginn der Sommerpause abgeschlossen sein soll. Ziel sei eine einvernehmliche Empfehlung: „Die nötige Bürgerbeteiligung muss gewährleistet werden, gleichzeitig können Konflikte, die die Bebauung verzögern könnten, ausgeräumt werden“, so Fraktionsgeschäftsführer Hubertus Wolzenburg.

GWG, Stadt und die Bürgerschaft, vertreten durch den Lenkungskreis Wehringhausen sollten an dem Verfahren teilnehmen. Als Mediator, so die Grünen, könnte Professor Guido Spars auftreten, der das Hagener Wohnungsmarkt-Gutachten erstellt hat und darin auch den Abriss von Wohnungen befürwortet.

SPD kritisiert GWG

Ramona Timm-Bergs, Sprecherin der SPD im Jugendhilfeausschuss, hält es indes für falsch, den Bau eines Discounters an die Schaffung von Kita-Plätzen zu koppeln. „Es scheint fast so, dass die GWG den Bau der Kita-

Plätze als inhaltlichen Hebel benutzen will, um ihre baulichen Planungen für einen großen Supermarktes zu realisieren.“ Die dringend benötigten und geförderten Kitaplätzen könnten mit weniger finanziellem Aufwand auch am Schulzentrum Wehringhausen entstehen. Ein Supermarkt in dieser Größenordnung werde zudem die Lange Straße und ihre Geschäftswelt bedrohen und die Lebensqualität der Anwohner senken.

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