Kommentar

Grundlagen fehlen für EU-Förderung

WP-Redakteur Martin Weiske

WP-Redakteur Martin Weiske

Foto: Michael Kleinrensing

Aus den EU-Fördertöpfen fließen Milliarden-Beträge in die Regionen und Städte. In Hagen kommt aber nicht so viel an wie in anderen Kommunen.

Sicherlich erscheint es wenig zielführend, über die Betrachtungsmethode zu streiten. Entscheidend ist vielmehr, dass andere NRW-Kommunen im Städtevergleich offenkundig deutlich mehr EU-Fördermittel abgreifen als dies aktuell Hagen gelingt – und das auch noch mit sinkender Tendenz.

Strukturelle Gründe spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger scheint es zu sein, welche Grundlagen eine Kommune geschaffen hat, um überhaupt als förderwürdig wahrgenommen zu werden. Und genau an dieser Stelle hat Hagen offenkundig erhebliche Defizite. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das die Basis für diverse Förderprogramme bildet, kommt zu spät. Und auch die Koordinierungsstelle Fördermittelmanagement ist erst seit wenigen Monaten am Start. Welche Effekte diese Schritte in Zukunft bringen, bleibt abzuwarten. Erwarten darf man allerdings, dass in der nächsten Förderperiode die eine oder andere Euro-Million mehr den Weg an die Volme findet.

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