Medienkonzept

Grundschule Breckerfeld setzt auf digitale Offensive

Viele Kinder kommen mit dem Handy zur Schule.

Viele Kinder kommen mit dem Handy zur Schule.

Foto: Michael Kleinrensing

Breckerfeld.   Das Kollegium der Grundschule Breckerfeld entwickelt ein Konzept, das den fächerübergreifenden Einsatz digitaler Medien im Unterricht beinhaltet.

Die Grundschule Breckerfeld bereitet sich auf den Start in das digitale Zeitalter vor. Dafür haben Schulleiterin Antje Krebs und ihre Kollegen ein Medienkonzept entwickelt, das bereits auf Klassenpflegschaftssitzungen vorgestellt wurde und jetzt von der Schulkonferenz beschlossen werden soll.

„Im Kern geht es dabei um einen fächerübergreifenden Ansatz“, sagt Antje Krebs, „die Nutzung digitaler Medien soll immer dann in den Unterricht eingebunden werden, wenn es sinnvoll ist.“

Angemessene Kommunikation

Anhand des NRW-Medienpasses, der Arbeitsfelder wie die Internetrecherche oder die angemessene Kommunikation im Netz umfasst, können die Kinder ihre Fähigkeiten nach und nach ausbauen.

„Viele sind ja aus dem Alltag schon mit digitalen Geräten vertraut“, sagt Antje Krebs, „fast alle kommen mittlerweile mit Handy in die Schule. Uns geht es darum, einen verantwortungsvollen Umgang zu vermitteln. Wir gucken sehr genau, wie der Digital-Bereich in die Lebenswelt der Kinder passt. Ein kritischer Umgang, indem sie bspw. zwischen Nachricht und Werbung zu unterscheiden lernen, ist uns wichtig.“

Zwei Endgeräte pro Klassenraum

Sobald die Schule mit Endgeräten ausgestattet ist, will das Kollegium mit der Umsetzung des Konzeptes beginnen. Im PC-Raum sollen 30 Rechner miteinander vernetzt werden, dazu kommt eine interaktive Tafel oder ein Monitor. „Und wir wollen pro Klassenraum zwei Endgeräte aufstellen“, sagt Antje Krebs, „ob das feste Rechner, Laptops oder Tablets sind, müssen wir noch entscheiden.“

Wichtig ist es der Grundschule aber, nicht auf selbst mitgebrachte Geräte zu setzen. „Es gibt Schulen, die unter dem Motto ,Bring your own device’ ein solches Konzept fahren“, so Antje Krebs, „aber aus unserer Sicht sorgt das für Ungerechtigkeit.

40.000 Euro im Haushalt vorgesehen

Einige Schüler haben die tollsten Geräte, andere vielleicht gar keins.“ 40.000 Euro sind im Haushalt der Stadt für den Bereich neue Medien vorgesehen.

Dabei stellt das Konzept auch das Kollegium vor neue Herausforderungen. „Die klassische Lehrerausbildung in der Vergangenheit war ja eher buchorientiert“, sagt Antje Krebs, „wir besuchen Fortbildungen, müssen uns selber fit machen, damit wir das neue Konzept umsetzen können.“

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