Unterschriften-Aktion

Hagen: Anwohner am Ischeland leiden unter Parkraumknappheit

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Gabriele Köppert (links) und weitere Anwohner des Ischelands beklagen die Parknot aufgrund der Baustellensituation im Viertel. Die Nachbarn haben nun Unterschriften gesammelt.

Gabriele Köppert (links) und weitere Anwohner des Ischelands beklagen die Parknot aufgrund der Baustellensituation im Viertel. Die Nachbarn haben nun Unterschriften gesammelt.

Foto: Michael Kleinrensing

Ischeland.  Warum der Parkdruck am Ischeland in Hagen derzeit noch größer ist und wie sich die Anwohner nun wehren.

Die Parksituation am Ischeland in Hagen ist seit jeher problematisch. Zu viele Autos für zu wenige Parkplätze lautet die einfache Formel. „Doch seitdem die Rheinstraße saniert wird, ist die Lage hier katastrophal“, sagt Martina Altamore. Sie wohnt in der Rheinstraße, in der seit März und voraussichtlich bis Ende des Jahres Bauarbeiten in großem Stil durchgeführt werden. Und da die Parkplätze gegenüber dem ehemaligen Telekom-Gebäude durch dort platzierte Baufahrzeuge ebenfalls weggefallen sind, sei die gesamte Parksituation nun noch brisanter, so Altamore.

Jetzt haben sich Martina Altamore und weitere Bewohner des Viertels zu einem Nachbarschaftsverbund zusammengetan und Unterschriften gesammelt. Ihr Begehr: Der Otto-Ackermann-Platz (Höing) soll zumindest bis zur Beendigung der Sanierungsmaßnahmen für Anwohner zum Parken freigegeben werden. „Wir haben Herrn Bleicker von der Bezirksvertretung Mitte angeschrieben und ihm die Lage hier am Ischeland geschildert; er hat unser Ersuchen an eine Mitarbeiterin der Gebäudewirtschaft Hagen weitergeleitet“, erläutert Gabriele Köppert, die in der ebenfalls durch Parkraumknappheit betroffenen Kammannstraße wohnt.

Bislang etwa 50 Unterschriften

Die Nachbarn – bislang haben etwa­ 50 auf der Liste unterschrieben – plädieren dafür, zumindest in den kommenden Monaten einen Teil des Höings zum Parken nutzen zu dürfen. Natürlich wisse man, das sich dort ein Hubschrauberlandeplatz befinde, „auf dem markierten Kreuz würde doch niemand parken, aber seitlich gibt es genügend eingezeichnete Parkboxen“, versichert Gabriele Köppert.

Mit Unverständnis reagieren die Nachbarn darauf, dass auf dem großen Platz durchaus Veranstaltungen wie ein Oktoberfest oder Kirmes-Spektakel stattfinden dürfen, „dann gibt die Stadt einen Teil des Platzes frei“.

Als Veranstaltungsplatz benötigt

Auf diesen Kritikpunkt geht auch Simone Röllecke, Mitarbeiterin der Gebäudewirtschaft Hagen, in ihrem Antwortschreiben an Gabriele Köppert ein. Der Otto-Ackermann-Platz stehe als Parkfläche nicht zur Verfügung, der Platz werde als Veranstaltungsplatz benötigt, gerade jetzt, wo doch wieder kleinere kulturelle Veranstaltungen pandemiebedingt möglich seien. Die Mitarbeiterin weiter: „Der Platz dient sowohl als Besucherparkplatz für Basketball und Handball als auch als Hubschrauberlandeplatz. Ich bedaure, Ihnen keine andere Nachricht geben zu können.“

Nach der Flutkatastrophe, als Bundeswehrkräfte zur Unterstützung nach Hagen kamen und ihre Räumfahrzeuge auf dem Höing parkten, sei der Hubschrauberlandeplatz provisorisch auf dem Sportplatz vor dem China-Restaurant „Große Mauer“ eingerichtet worden, „das funktionierte doch auch“, so die Anwohner.

Im Viertel wohnen viele ältere Leute

Und im Rahmen der Planungen für den Bau einer neuen Mehrzweckarena habe die Stadt mitgeteilt, dass bei Spielen von Phoenix und Eintracht der Otto-Ackermann-Platz Stellplätze böte, falls diese benötigt würden. „Hier im Viertel wohnen viele ältere Leute, die nicht wissen, wie sie ihre schweren Einkaufstaschen nach Hause bekommen sollen. Aber Sportfans sollen auf dem Höing parken dürfen?“, wundert sich eine Anwohnerin und schüttelt den Kopf.

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