Kultur

Hagen: Ausstellung lockt Sammler aus der ganzen Region

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Präsentiert ab Sonntag, 29. November, in seinem Atelier 100 Arbeiten von 57 Künstlern: Bernhard Paura, Hagener Künstler und Sammler.

Präsentiert ab Sonntag, 29. November, in seinem Atelier 100 Arbeiten von 57 Künstlern: Bernhard Paura, Hagener Künstler und Sammler.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Warum die Ausstellung „Bilder aus Hagener Sammlungen“ längst kein Geheimtipp mehr ist und mit welchen Preisen die Kunstwerke angesetzt sind.

Die Ausstellung „Bilder aus Hagener Sammlungen“ hat Tradition. Einmal pro Jahr lädt Bernhard Paura, selbst Künstler und Sammler, in sein „Atelier 23“ in der Bülowstraße 23 ein. Zum mittlerweile neunten Mal findet die Werkschau, die längst kein Geheimtipp mehr ist und Kunstfreunde aus der ganzen Region lockt, statt.

Ab Sonntag, 28. November, präsentiert Bernhard Paura über 100 Arbeiten von 57 Künstlern. „Mein Hauptaugenmerk liegt auch diesmal wieder auf Hagener Künstlern, damit sie nicht in Vergessenheit geraten“, sagt der bescheidene Mann.

Auch Arbeiten internationaler Künstler vertreten

Wobei der 72-Jährige auch durchaus Arbeiten international erfolgreicher Künstler ausstellt und im Auftrag der Besitzer verkauft. „Die Lithografie hier stammt von Marino Marini, er ist in Italien eine echte Nummer“, erläutert Paura die Arbeit, die eine der Wände seines Ateliers ziert. Das 1950 entstandene Werk zeigt eine tanzende Figur.

Auch auf eine verformte Spiegel-Skulptur von Victor Bonato ist er stolz, genau wie auf eine dunkle Holzarbeit von Heinz-Otto Kamphues. Der schrille Künstler, der jahrzehntelang in Dänemark und Schleswig-Holstein gelebt hat, ist jüngst in seine Heimat Hohenlimburg zurück gekehrt.

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Bernhard Paura – er wurde in Ostpreußen geboren und lebt seit 1956 in Hagen – blickt versonnen auf eine kleine Skulptur von Hermann Bettermann, „die Bronzeskulptur ,die Sitzende‘ wirkt filigran und zerbrechlich“.

Über einem Fenster in luftiger Höhe ist eine in derbem Holz gerahmte Papierarbeit platziert, „die mit Filz und Farbe versehene Arbeit stammt von Eva Niestrath-Berger, die ich persönlich gut kannte“, erzählt Bernhard Paura. Das 1952 entstandene Werk hat er mit 800 Euro Verkaufspreis angesetzt.

Die wertvollsten Arbeiten, die im Atelier 23 angeboten werden, stammen von Emil Schumacher, „die Verkaufspreise liegen bei etwa 2000 Euro“. Und das günstigste Werk? Paura lächelt: „Das ist dieses Kleinformat von Helwig Pütter. Das Bild von 1982 zeigt einen Horizont auf Lanzarote und soll 20 Euro kosten.“

In den letzten Wochen hätten sich die privaten Sammler, die ihm vertrauensvoll ihre Werke bringen, beinahe die Klinke in die Hand gegeben. Drei Wochen - bis zum 19. Dezember - werden die Arbeiten von Max Ackermann, Carl Baumann, Horst Becking, Ruth Eckstein, Ernst Meister, Friedensreich Hundertwasser, Joan Miro und etlichen weiteren Künstlern ausgestellt.

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