Glosse

Hagen: Die Politik findet keine Zeit für Nickeligkeiten

WP-Redakteur Jens Stubbe

WP-Redakteur Jens Stubbe

Foto: Michael Kleinrensing

Nach der Wahl ist zum Glück nicht vor der Wahl. Die Politik in Hagen kann motiviert in die neue Legislaturperiode starten.

Die letzten Plakate hängen noch. Auch ein paar, die schon zu Beginn des Wahlkampfes für Getöse gesorgt haben. Das gehört zu einem Polit-Wettstreit, der in der Coronazeit doch so ganz anders war als all das, was wir bisher kannten, vermutlich dazu.

Das Getöse ist längst verklungen. Es kehrt Ruhe ein. Und das ist mal eine gute Botschaft. Auch für unsere Redaktion, die sich mit allerlei Aufgeregtheiten aus den politischen Lagern beschäftigen musste. Da wurden in Parteibüros argwöhnisch Zeilen gezählt, die die Zeitung dem Mitbewerber widmete. Da wurde gemutmaßt, dass die Zeitung den Kontrahenten klar bevorzuge.

Ganzer Einsatz für das beste unserer Stadt

Mit fast einer Woche Abstand zur Wahl sei noch einmal gesagt: Das war nicht der Fall. Im Gegenteil: Die Redaktion freut sich für alle demokratischen Politiker, die den Einzug in Rat und Bezirksvertretung geschafft haben und sich künftig mit vollem Engagement der einen Sache verschreiben: dem besten für unsere Stadt.

Und die Parteien? Die haben den letzten Sonntag analysiert. Es wird konferiert, es wird telefoniert, es wird geredet. Auch schon mit- und nicht nur übereinander. Konstruktiv und transparent will man die Legislaturperiode angehen. Auch weil mit Blick auf eine miserable Wahlbeteiligung die Politikverdrossenheit nicht weiter steigen soll. Es mache da keinen Sinn, sich gleich in Nickeligkeiten zu verlieren, sagt der designierte SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Rudel. Dieser Erkenntnis ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben