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Blutiger Nachbarschaftsstreit Hagen: Hundertschaft vor Ort

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Nachbarschaftsstreit in Hagen endet mit Messerstichen

Messerattacke in Hagen

Ein Nachbarschaftsstreit in Hagen endet mit Messerstichen. Vier Menschen werden verletzt. Die Mordkommission ermittelt.

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Hagen.  Bei einem Nachbarschaftsstreit in Hagen wird ein Mann mit einem Messer verletzt. Ein Polizist wird festgenommen. Eine Hundertschaft bleibt.

In einem Neubaugebiet in Hagen ist es am späten Donnerstagabend zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gekommen. Sie endete blutig. Dabei war auch ein Messer im Spiel. Vier Männer wurden verletzt, darunter ein 30-Jähriger so schwer, dass er in eine Spezialklinik eingeliefert werden musste. Auch weitere Hauptbeteiligte (29, 40 und 42 Jahre alt) wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft verletzt. Eine Hundertschaft sorgt vorerst für Ruhe.

Die Polizei Hagen war am Abend mit einem Großaufgebot im Stadtteil Vorhalle im Einsatz. Dabei bekamen es die Polizisten auch mit einem Polizisten zu tun. Denn: „Einer der Beteiligten war ein Polizist“, erklärte eine Sprecherin der Polizei Wuppertal. Er ist einer der beiden Männer, die am Abend vorläufig festgenommen worden waren.

Festgenommener Polizist wieder auf freiem Fuß

Die benachbarte Behörde sei daher aus Neutralitätsgründen für die Ermittlungen zuständig. Die beiden Männer wurden am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. „Ermittelt wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung“, so Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli.

Auch am Tag nach dem blutigen Streit ist der Polizeieinsatz im Neubaugebiet noch nicht beendet. Eine Hundertschaft ist angerückt, um die Hagener Kräfte zu unterstützen. Es soll verhindert werden, dass Mitglieder der Familien erneut aneinandergeraten. „Die Kollegen werden bis auf Weiteres vor Ort bleiben“, kündigt ein Sprecher der Hagener Polizei an.

Nicht der erste Polizeieinsatz im Baugebiet

Einfamilienhäuser, höherwertige Autos, eine Baustraße – das Neubaugebiet am Vorhaller Steinbruch ist längst noch nicht fertig. Familien sind dabei, sich hier ihren Traum vom neuen Heim zu verwirklichen. Zwischen zwei benachbarten Familien allerdings, die am Walnussweg gebaut haben, kommt es zu einem wahren Krieg. Der Einsatz am Donnerstag ist wohl nicht der erste, der die Polizei in dieses Neubaugebiet führt.

Ausgebrochen ist der Streit diesmal, weil man sich über das Parken vor der Tür nicht einig war. Eine der Familien hatte offenbar Besuch, der wiederum Autos vor dem Haus der anderen abgestellt hatte. Zunächst gerieten vier Männer in Streit. Allerdings eskalierte der Konflikt rasch. Beim Eintreffen der Polizei waren es bereits mehr als 20 Beteiligte, die sich auf der Straße versammelt hatten. Immer weitere Familienmitglieder kamen hinzu, die sich per Auto auf den Weg nach Vorhalle gemacht hatten.

Großaufgebot der Polizei im Einsatz

Immer wieder versuchten Polizisten, die Lage zu beruhigen. Doch immer entflammte der Konflikt von neuem. Mit zahlreichen Kräften konnten die beiden Personengruppen schließlich getrennt und beruhigt werden. Mit einer Polizeikette und einem Polizeihund wurden die gewalttätigen Gruppen auf Abstand gehalten.

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Ein Mann wurde bei den Streitigkeiten mit einem Messer schwer verletzt. Blutüberströmt wurde er mit einer Trage und einem Verband um den Kopf in einen der zahlreichen Rettungswagen gebracht. Er wurde in eine Spezial-Klinik nach Bochum gebracht. Zwei weitere Männer wurden mit Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Polizei stellt Tatwaffe sicher

Die Polizei konnte die mögliche Tatwaffe, ein Messer, sicherstellen. Kriminaltechniker haben noch in der Nacht Spuren gesichert. Zur Klärung des genauen Tathergangs und der Hintergründe der Streitigkeiten hat eine Mordkommission der Polizei Wuppertal die Ermittlungen aufgenommen. Zuständig ist die Staatsanwaltschaft Hagen ist zuständig.

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