Protest

Hagen: Erste Demo von Friday for Future in der Coronazeit

Am 20,. September 2019 haben zahlreiche Schüler in Hagen bei Friday for Future protestiert,

Am 20,. September 2019 haben zahlreiche Schüler in Hagen bei Friday for Future protestiert,

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Fridays for Future will wieder auf die Straße gehen – auch in Hagen. Für eine Demonstration am 25. September werden noch Ordner gesucht.

Wegen der Coronakrise fielen die Demonstrationen monatelang aus. Der kommende Freitag soll aber wieder im Zeichen des Klimaschutzes stehen. Am 25. September will die Hagener Fridays-for-Future-Ortsgruppe erstmals wieder auf die Straße gehen.

Die erste Demonstration in der Coronazeit – und das nicht ohne Herausforderungen: „Wir haben zwar ein gemeinsam mit der Polizei ausgearbeitetes und ausführliches Sicherheits- und Hygienekonzept, jedoch brauchen wir deutlich mehr Ordner und Ordnerinnen als sonst, um dieses ordentlich umzusetzen“, erklärt Fabian Göke. Er ist der neue Frontmann der Bewegung. Da Janne Rosenbaum ein Freiwilligen-Jahr für Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Technik auf Helgoland absolviert, hatte sie diese Aufgabe in neue Hände gegeben.

Corona-Krise: Fest zugeteilte Demo-Blöcke

Die Demo am Freitag soll um 12 Uhr am Hauptbahnhof starten und die Klimaaktivisten bis zum Marktplatz gegenüber dem Kino führen. Jetzt werde sich zeigen, wie viele die Sache nach der langen Pause noch unterstützen. „Wir sind mit unserem Konzept auf 1000 Teilnehmer vorbereitet, wie viele jedoch tatsächlich teilnehmen, können wir nur schlecht abschätzen“, erklärt Göke.

Er verweist auf die wichtigsten Regeln: Vor Ort besteht Mund-Nasen-Schutz-Pflicht, Abstandsregeln müssen eingehalten werden, Gegenstände dürfen nicht gemeinsam genutzt oder gehalten werden. Mit das Wichtigste: Der zugeteilte Block (die Demo wird durch die Organisatoren in Blöcke von etwa 50 Personen eingeteilt) darf nicht gewechselt werden.

Klimakrise: Schüler fordern schnelles und effektives Handeln

„Uns ist durchaus bewusst, dass Corona eine weltweite Krise darstellt“, betont Göke. Jedoch heiße das nicht, dass die Klimakrise unwichtiger geworden sei. „Uns rennt die Zeit davon und wir werden die erste Generation sein, die von den schlimmen Auswirkungen betroffen sein wird. Die Klimakrise bedarf schneller und effektiver Handlungen, weshalb wir auch während Corona nicht aufhören können und weiter (wenn auch anders) auf die Straße gehen werden“, erklärt der Frontmann den Hintergrund.

Die Politik habe vor etwa einem Jahr den Klimanotstand in Hagen ausgerufen. Die Aktivisten hatten dabei konkrete Forderungen gestellt – darunter der Ausbau des Öffentlichen Personen Nahverkehrs, die Einführung eines 365-Euro-Tickets oder den Ausbau der Radverkehr-Infrastruktur. „Diese Ziele nun in Angriff zu nehmen, wird die Aufgabe des neuen Rates sein.“

Potenzielle Ordner (Mindestalter 18 Jahre) können sich unter
hagen@fridaysforfuture.is
melden.

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