Freizeit

Hagen erwacht am Wochenende aus dem Winterschlaf

Kindergeburtstag am Bismarckturm: Diese Gruppe genießt die Sonne und hat etwas zu feiern.

Kindergeburtstag am Bismarckturm: Diese Gruppe genießt die Sonne und hat etwas zu feiern.

Foto: Alex Talash

Hagen.   Am Bismarckturm in Hagen genießen viele Ausflügler die ersten sonnig-warmen Frühlingstage.

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Den ganzen Winter lang blieben die Türen verschlossen. Eis und Schnee bedeckten zeitweise seine Kuppel. Mit dem Frühling kommt jedoch wieder Leben in den Bismarckturm. Am Sonntag wurde er erstmalig geöffnet. Man picknickte, spielte und lachte im Schatten des Denkmals. Das gute Wetter zog manchen Hagener ins Grüne, an einen Ort der für viele ein Stück Heimat bedeutet.

Der Weg nach oben ist anstrengend. Vor allem, wenn man wie Wilhelm Müller vorher den Berg hochgeradelt ist. Wer oben ankommt, wird jedoch reichlich belohnt. Müller steht an der Brüstung und genießt die Aussicht. „Ich bin zum ersten Mal hier“, erzählt der gebürtige Kölner. „Durch Zufall habe ich erfahren, dass der Turm heute geöffnet ist.“

Turm hat wieder geöffnet

Nachdem der Bismarckturm seit dem Herbst witterungsbedingt geschlossen war, hat der Förderverein ihn auch dieses Jahr wieder zugänglich gemacht. „Das heutige Datum passt sehr gut“, meint Vereinsvorsitzender Stefan Sieling lachend, „vorgestern war nämlich Bismarcks Geburtstag.“ 1901 hatte man dem Reichskanzler in Hagen einen Gedenkturm errichtet. Wenig später entwickelte er sich zu einem beliebten Ausflugsziel. Dass nun, nach Jahren des drohenden Zerfalls, wieder Leben rund um das Monument herrscht, freut auch Stefan Sieling. Zusammen mit seiner Frau Karin hat er auch den alten Kiosk wieder zum Leben erweckt.

Viele Hagener verbinden nach wie vor Erinnerungen mit dem Turm. So auch Dagmar Buchert. „Ich war früher oft mit meinen Eltern hier“, erzählt sie, „später habe ich dann meinen eigenen Kindern zugeschaut, wie sie dort gespielt haben.“ Mit dem Finger zeigt sie auf den einstigen Spielplatz. Dieser ist jedoch heute verschwunden.

Information per Facebook

Immer mehr Leute erklommen am Sonntag die Stufen zur Aussichtsplattform. Unter ihnen waren auch Robin Kluthke und Sarah Wetzel. „Wir haben über Facebook von der Wiedereröffnung erfahren“, sagt Kluthke, „wir treffen uns gleich noch mit ein paar Freunden und spielen hier Frisbee.“

Ein besonderer Tag war es auch für die neunjährige Lara Mia. Am Sonntag feierte sie zusammen mit Freundinnen und ihrer Familie vor dem Bismarckturm ihren Geburtstag. Mit dabei war auch Silke Krüger mit ihrer Tochter. „Wir waren barfuß spazieren und haben Kräuter gesammelt“, erzählt die Waldpädagogin, „vorhin haben wir dann selbst Kräuterbutter hergestellt.“ Vor dem Bismarckturm organisierte die Geburtstagsgruppe ein Picknick.

Der Förderverein hofft, den Turm in dieser Saison noch häufig öffnen zu können. Allein im letzten Jahr haben circa 3000 Besucher dieses Angebot genutzt.

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