Zentrenmanagement

Hagen: Fördermittel sollen drei Stadtteilzentren neu beleben

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Die Bezirke Hohenlimburg – im Bild oben die Verwaltungsstelle mit Vorplatz – und Haspe sowie die Hagener Innenstadt bekommen ein Zentrenmanagement, das Impulse für die Neubelebung liefern soll. In Hohenlimburg läuft die Arbeit im Team mit Innenstadtentwickler Frank Manfrahs.

Die Bezirke Hohenlimburg – im Bild oben die Verwaltungsstelle mit Vorplatz – und Haspe sowie die Hagener Innenstadt bekommen ein Zentrenmanagement, das Impulse für die Neubelebung liefern soll. In Hohenlimburg läuft die Arbeit im Team mit Innenstadtentwickler Frank Manfrahs.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Hohenlimburg/Hagen.  Ein Planungsbüro arbeitet an neuen Impulsen für die Zentren von Hagen-Mitte, Haspe und Hohenlimburg. Förderantrag für Anmietung von Leerständen

Das „Sofortprogramm Innenstadt“ der Landesregierung soll neue Impulse bringen für die von der Pandemie geplagten Fußgängerzonen in Hohenlimburg, Hagen-Mitte und Haspe. Dafür fließen bis Ende 2023 insgesamt gut eine Millionen Euro an Fördermitteln in die drei Bezirke. Konkret soll mit dem Geld ein Zentrenmanagement etabliert werden, um mit kreativen Lösungen den Handel und die Gastronomie in Mitte, Haspe und Hohenlimburg zu beleben. Den Zuschlag für das Zentrenmanagement in den drei Bezirken bekam das Dortmunder Planungsbüro Stadt + Handel in Zusammenarbeit mit Schneider + Straten. In Hohenlimburg wird das Büro die Arbeit von Innenstadtentwickler Frank Manfrahs ergänzen.

Anmietung von Leerständen in Hagen-Mitte

„Für die Innenstadt Mitte stehen aus dem Sofortprogramm zudem Mittel zur Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen zur Verfügung“, so Clara Treude, Sprecherin der Stadt Hagen. „Hier können sich neu gegründete Unternehmen, Kreative und Pop-Up-Stores für einen Zeitraum von maximal zwei Jahren zu einem vergünstigten Mietzins ausprobieren.“ Die Altmiete darf dabei um bis zu 80 Prozent reduziert werden.

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Förderantrag für Haspe und Hohenlimburg steht aus

Neben der Hagener Innenstadt sollen von diesem Konstrukt künftig möglichst auch die Zentren in Haspe und Hohenlimburg profitieren. Im Oktober hat sich die Stadt daher um Fördermittel zur Anmietung für die beiden Bezirke beworben. Eine Zusage steht noch aus. „Wir warten sehnlich darauf“, so Treude.

„M12“ aus Fördergeldern realisiert

Vieles befindet sich zurzeit auf einer theoretischen Ebene. Wie sich das Sofortprogramm auswirken kann, dazu wird als Paradebeispiel in Hagen das „M12“ in der Mittelstraße angeführt. In dem früheren Ladenlokal von WMF sind durch Fördermittel aus dem Programm eine moderne Touristen-Information und eine „Entdecker-Lounge“ entstanden, wo Unternehmer und Hagen-Agentur gemeinsam an neuen Ideen arbeiten können.

Von Mitteln aus dem Programm, die die Nachbarstadt Iserlohn ergattern konnte, profitierte im vergangenen Jahr der Hohenlimburger Ramazan Caglayan. Er eröffnete in Letmathe das Frühstücksrestaurants „Elif’s Breakfast and more“ und bezahlt in den ersten zwei Jahren nur 20 Prozent der eigentlichen Miete.

Teamarbeit mit Hohenlimburger Innenstadtentwickler

Damit ähnliche Konzepte auch für Hohenlimburg möglich werden können, hofft Frank Manfrahs ebenfalls auf eine Förderzusage des Landes. „Wir hätten damit ein tolles Instrument, um Immobilien vor Ort zu entwickeln“, so der Innenstadtentwickler von Hohenlimburg. Dessen Arbeit wird seit gut drei Jahren vom Hohenlimburger Bauverein, der Volksbank Hohenlimburg, der Bezirksvertretung und der Werbegemeinschaft Hohenlimburg finanziert. Der Vertrag läuft Ende September dieses Jahres aus.

Große Herausforderungen

Manfrahs wird in Hohenlimburg künftig im Team mit dem Zentrenmanagement des Planungsbüros Stadt + Handel arbeiten. Dafür werde es zeitnah auch einen neuen Namen geben, unter dem Innenstadtentwicklung und Zentrenmanagement in Hohenlimburg gebündelt sind. Zu tun gibt es genug: Die Starkregen-Flut im Juli vergangenen Jahres und die Corona-Pandemie haben der Fußgängerzone weiter zugesetzt und die Aufgaben damit nicht einfacher gemacht.

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