Ehrenamt

Hagen: Freiwilligenzentrale erhält mehr Geld von der Stadt

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Mehr Geld für das Ehrenamt: Die Stadt erhöht die Fördersumme für die Freiwilligenzentrale. In der Corona-Pandemie hat sich noch einmal gezeigt, wie wichtig die Einrichtung ist. Annekathrin Schmitter (links) hat für Elisabeth Köster eingekauft

Mehr Geld für das Ehrenamt: Die Stadt erhöht die Fördersumme für die Freiwilligenzentrale. In der Corona-Pandemie hat sich noch einmal gezeigt, wie wichtig die Einrichtung ist. Annekathrin Schmitter (links) hat für Elisabeth Köster eingekauft

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Die Stadt Hagen erhöht ihren Zuschuss an die Freiwilligenzentrale. Damit soll eine wegfallende Förderung ausgeglichen werden.

Die Stadt Hagen erhöht ihren Zuschuss an die Freiwilligenzentrale. Statt bislang 25.000 Euro jährlich erhält die Einrichtung, die ehrenamtliches Engagement in Hagen koordiniert, künftig 42.500 Euro aus dem Stadtsäckel. Dafür wiederum zahlt die Freiwilligenzentrale 14.400 Euro Miete an die Stadt. Die Einrichtung ist im Erdgeschoss des Rathauses an der Volme untergebracht.

Weil auf der Einnahmeseite in den nächsten Jahren Fördergelder wegbrechen, wird sich der Etat der Freiwilligenzentrale insgesamt nicht erhöhen. Die Mehrzahlungen der Stadt dienen vor allem dazu, die Lücke zu kompensieren.

Sorge vor Rückgang an Ehrenamtlichen in Hagen

Generell fürchten die Verantwortlichen, dass das ehrenamtliche Engagement in Hagen – so nicht gegengesteuert wird – eher zurückgeht. Gründe sind die demographische Entwicklung, ein verändertes Verständnis für bürgerschaftliches Engagement gerade bei jüngeren Menschen und letztlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Vor diesem Hintergrund, heißt es in der Vorlage, habe das Land NRW in einem breit angelegten partizipativen Prozess eine Landes-Engagementstrategie entwickelt. Auf Initiative des Trägervereins der Freiwilligenzentrale war unter Beteiligung zahlreicher Organisationen eine eigene Engagementstrategie Hagen entwickelt worden.

Konzept der Freiwilligenzentrale Hagen

Um das Konzept jetzt auch umsetzen zu können, brauche es auch eine gut aufgestellte Freiwilligenzentrale in Hagen. Sie soll in diesem Prozess eine Steuerungs- und Moderationsfunktion übernehmen. Durch den Wegfall von bisher gewährten Zuschussmitteln sah die Stadt das Engagement in Gefahr. Es droht ab 2022 eine „weitestgehende Handlungsunfähigkeit der Freiwilligenzentrale Hagen“.

Bundestagswahl in Hagen

Die Freiwilligenzentrale Hagen wurde 1999 mit Unterstützung des Landes NRW gegründet und nahm im Jahr 2000 ihren Betrieb auf. Damit war sie seinerzeit eine der ersten Freiwilligenagenturen in NRW.

Katalog der Möglichkeiten informiert Hagener

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Freiwilligenzentrale ist die Beratung potenzieller Freiwilliger. Das 20-köpfige ehrenamtliche Team versucht unter der hauptamtlichen Leitung von Stephanie Krause, die Wünsche Freiwilliger und dem Bedarf der nachfragenden Einrichtungen in Einklang zu bringen.

Über den „Katalog der Möglichkeiten“ auf der Internetseite der Freiwilligenzentrale können sich Interessierte bereits vorab einen Überblick über etwa 200 Profile ehrenamtlicher Arbeit in Hagen verschaffen.

Weitere Infos finden Sie hier.

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