Steinbruch-Erweiterung

Hagen gibt „Grünes Licht“

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Hagen ereilte dem Vorhaben der Hohenlimburger Kalkwerke grünes Licht. So könnte sich einmal das Naherholungsgebiet darstellen.

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Der Verwaltungsvorstand der Stadt Hagen ereilte dem Vorhaben der Hohenlimburger Kalkwerke grünes Licht. So könnte sich einmal das Naherholungsgebiet darstellen.

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Hohenlimburg. Der Verwaltungsvorstand der Stadt Hagen hat sich am Dienstag für eine Erweiterung des Oeger Steinbruches ausgesprochen. Und zwar nicht nur auf Hagener Stadtgebiet, sondern auch in der Nachbargemeinde Iserlohn (Letmathe).

Dazu ist die Stadt Hagen nach der neuen Landes-Gesetzgebung als federführende Behörde berechtigt. In der Nachbarstadt Iserlohn wurde diese Nachricht mit Unverständnis aufgenommen. Iserlohns Vize-Bürgermeister Michael Scheffler stellte deshalb sogleich einen Antrag an den Rat der Stadt, sich in der kommenden Woche mit diesem Thema zu beschäftigen. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, alle Rechtsmittel gegen eine Steinbruch-Erweiterung auszuschöpfen. „Bislang sind wir von einem gemeindlichen Einvernehmen ausgegangen. Das scheint nicht mehr der Fall zu sein“, so Michael Scheffler gestern.

Seitens der Stadt Hagen hieß es dazu: „Diese Entscheidung war ein Geschäft der laufenden Verwaltung. Die Stadt geht davon aus, dass das Vorhaben rechtens ist. Deshalb gibt es keine Veranlassung, die Erweiterung über die Stadtgrenzen hinaus zu stoppen. Das werden wir dem Unternehmen, den Hohenlimburger Kalkwerken, schriftlich mitteilen.“ Eine von Iserlohn favorisierte Zwischenlösung, eine Erweiterung ausschließlich auf Hagener Gebiet zu realisieren, gibt es somit nicht.

Bleibt abzuwarten, wie die Bürgerinitiative („wir werden alle Möglichkeiten einer Klage ausschöpfen. Eine entscheidende Rolle kommt der Stadt Iserlohn zu“, so Hans-Peter Langmann) und die Erbengemeinschaft, die am Steltenberg noch Grund und Boden besitzt, auf den Verwaltungsbeschluss reagieren werden.

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