Antisemitismus

Hagen: Integrationsrat erklärt Solidarität mit Juden

In Hagen fand eine stille Kundgebung von OB, Rat und Verwaltung vor der Synagoge nach dem Anschlagsverdacht statt.

In Hagen fand eine stille Kundgebung von OB, Rat und Verwaltung vor der Synagoge nach dem Anschlagsverdacht statt.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Nach dem vereitelten Terroranschlag auf die Hagener Synagoge äußert sich nun auch der Integrationsrat: „Kein Platz für Antisemitismus in Hagen“.

Vor dem Hintergrund er jüngsten Bedrohungslagen in Hagen hat sich der Integrationsrat der Stadt Hagen mit einer Solidaritätserklärung noch einmal ausdrücklich zu Wort gemeldet.

Darin betont das Gremium, dass es für die Gleichbehandlung und gleichberechtigte Teilhabe der Menschen in allen Lebens- und Bildungsbereichen unserer Gesellschaft unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Glaubensrichtung, ihrer Behinderung oder ihrer sexuellen Orientierung stehe: „Aufgrund von Bedrohungen der Synagogen in Hagen unterstreicht der Integrationsrat seine Solidarität mit allen Glaubensrichtungen, vor allem mit der jüdischen Gemeinschaft. Jegliche Anfeindungen, Übergriffe oder Bedrohungen gegenüber allen Glaubensrichtungen werden vom Integrationsrat der Stadt Hagen nicht akzeptiert“, heißt es in dem Statement.

Kein Platz für Antisemitismus in Hagen

Denn Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierungen hätten keinen Platz in unserer Gesellschaft. Menschen würden heute noch aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts oder ihrer Behinderungen diskriminiert oder benachteiligt.

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„Auch hier wird der Integrationsrat jegliche Diskriminierung und Benachteiligungen intergeschlechtlicher oder behinderter Menschen nicht dulden oder akzeptieren“, heißt es in der Erklärung weiter. „Jeder, der sich den Themen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung verschließt und nicht solidarisch ist, trägt nichts zur Vielfalt bei und fördert nur die Spaltung in unserer Gesellschaft.“

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