Workshop-Projekt

Hagen: Kinder und Jugendliche stellen Stadtführer vor

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Innenstadt von Hagen mit dem Rathausturm aus der Luft. In vier Workshops haben Kinder und Jugendliche aus der Stadt einen eigenen Stadtführer entworfen und dafür die verschiedenen Stadtbezirke besucht.

Die Innenstadt von Hagen mit dem Rathausturm aus der Luft. In vier Workshops haben Kinder und Jugendliche aus der Stadt einen eigenen Stadtführer entworfen und dafür die verschiedenen Stadtbezirke besucht.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Hagen.  Kinder und Jugendliche aus Hagen haben einen eigenen Stadtführer vorgestellt. Das Buch ist das Ergebnis des Workshop-Projekts „Stadtentdecker“

Ein Stadtführer von Jugendlichen für Jugendliche: Das war das Ziel des Projekts „Stadtentdecker“. Dafür haben Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren im Sommer in Kreativworkshops verschiedene Orte im Hagener Stadtgebiet besucht, Infos recherchiert und mit Zeichnungen, Rätseln und Fotos zu einem Reiseführer aufbereitet. Das Ergebnis des Projekts wurde nun in der Stadtbücherei präsentiert.

Starkregen-Flut unterbricht Workshop

Besonders die Situation, unter der die Kinder in Hohenlimburg gearbeitet haben: denn hier fand der Workshop der „Stadtentdecker“ genau in der Woche im Juli statt, als die Flutkatastrophe hereinbrach. „Am Montag und Dienstag haben wir uns noch in der Bücherei in Hohenlimburg getroffen“, erinnert sich Autorin Birgit Ebbert, die das Projekt „Stadtentdecker“ leitete. „Am Mittwoch fehlten dann Kinder, weil zuhause die Keller voll Wasser gelaufen waren.“ Entsprechend wurde der für fünf Tage geplante Workshop in Hohenlimburg nach der Hälfte kurzfristig abgebrochen. Eine Woche verspätet fand noch die Abschlussveranstaltung statt. Auf den Inhalt des Stadtführers habe sich der Abbruch nicht ausgewirkt, so Ebbert. „Zum Glück konnten wir bereits Dienstag und Mittwoch viele Orte in Hohenlimburg für den Stadtführer besuchen.“

Kinder bringen eigenen Blick

An dem Projekt „Stadtentdecker“ waren die Stadtbücherei Hagen sowie die Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg beteiligt. Die Kinder und Jugendlichen brachten in das Projekt dabei ihre ganz eigene Sicht auf ihre Heimat mit ein, wie Ebbert beobachtete. „Für mich war es es interessant zu sehen, welche Orte die Kinder wichtig fanden. Denn dazu gehörte nicht nur die Eisdiele nebenan. Den Kindern war es zum Beispiel wichtig, die Wälder im Stadtgebiet aufzuführen, weil sie selbst dort gerne spazieren gehen. Auch die Stolpersteine sollten in den Stadtführer einfließen, weil sie an die Ermordeten der NS-Zeit erinnern.“

275-jähriges Stadtjubiläum

Die Workshops fanden vor dem Hintergrund des 275-jährigen Jubiläums der Stadt Hagen in diesem Jahr statt. Das Projekt wurde im Rahmen der durch das Land NRW geförderten Projekte Kulturrucksack NRW und Schreibland NRW realisiert. Auch trotz Corona-Auflagen sei es gelungen, dass alle Kinder und Jugendlichen sich austauschen und gemeinsam als Team ein Buch über ihre Heimatstadt verfassen konnten, so die Organisatoren.

Einige Exemplare des Stadtführers sind ab sofort in der Kinderbücherei ausleihbar oder solange der Vorrat reicht im Tourismusbüro (Mittelstraße 12) kostenfrei erhältlich.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hagen

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben