Städtischer Etat

Hagen kommt im Jahr 2019 ohne einen Nachtragshaushalt aus

Kämmerer Christoph Gerbersmann braucht für das Jahr 2019 keinen Nachtragshaushalt vorzulegen.

Kämmerer Christoph Gerbersmann braucht für das Jahr 2019 keinen Nachtragshaushalt vorzulegen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Trotz der Einbrüche bei den Landes-Schlüsselzuweisungen kommt Hagen 2019 ohne einen Nachtragshaushalt aus. Der Grund: die Gewerbesteuer sprudelt.

Die Stadt Hagen kommt 2019 ohne Nachtragshaushalt und somit ohne ein weiteres Sparpaket aus. Das hat Kämmerer Christoph Gerbersmann am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss angesichts der Fortschreibung des Haushaltssanierungsplanes sowie der mittelfristigen Finanzplanung bis ins Jahr 2022 angekündigt.

Trotz einer leichten Verschlechterung des ursprünglichen 2019er-Ansatzes um gut 500.000 Euro bleibt unter dem Strich noch ein positives Gesamtergebnis übrig. Dieser Trend soll sich auch in den darauffolgenden Jahren fortsetzen.

Gewerbesteuer sprudelt weiter

Die größten positiven Veränderungen ergeben sich durch die weiterhin sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen, die der Kämmerei voraussichtlich ein Plus von zehn Millionen Euro einbringen. Zudem konnten überraschend hohe Erlöse durch Grundstücksverkäufe verbucht und parallel die Umlage für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe um gut zwei Millionen Euro gesenkt werden.

Dem gegenüber stehen Tarifsteigerungen, die die ursprüngliche Kalkulation um zwei Millionen Euro übertreffen, sowie deutlich geringere Schlüsselzuweisungen durch das Land, die um etwa 12,5 Millionen Euro niedriger ausfallen.

Städtischer Dispo mit 1,027 Milliarden Euro im Minus

Das aktuelle Volumen des städtischen Liquiditätskredites (städtischer Dispo) liegt bei 1,027 Milliarden Euro und somit etwa 50 Millionen Euro unter Vorjahresniveau. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase muss die Stadt 1,1 Millionen Euro weniger dafür aufbringen als einst befürchtet.

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