Freibad

Hagen: Kostenexplosion – abgespeckte Version für Freibad

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Das Freibad Henkhausen in Hohenlimburg sollte teilüberdacht werden. Diese Version lässt sich nicht mehr finanzieren.

Das Freibad Henkhausen in Hohenlimburg sollte teilüberdacht werden. Diese Version lässt sich nicht mehr finanzieren.

Foto: Thallessa Freizeitanlagen / WP Hagen

Hagen/Hohenlimburg.  Die Baukosten laufen aus dem Ruder. Das Freibad Henkhausen in Hagen kann nicht wie geplant saniert werden. Das sind die neuen Pläne.

Das Freibad Henkhausen, mit dem nach der Schließung des Lennebads das ganzjährige Schwimmen in Hohenlimburg gesichert werden soll, kann nach Informationen unserer Zeitung doch nicht so, wie ursprünglich geplant, realisiert werden. Die enorme Steigerung der Baukosten und auch physikalische Gründe machen ein drastisches Abspecken erforderlich.

Statt eines teilüberdachten 50-Meter-Beckens soll es im Osten von Hagen nun lediglich ein 25 Meter langes Becken geben, dessen Breite noch nicht endgültig feststeht. Immerhin: Dieses Becken soll dann vollständig überdacht werden und über einen Hubboden verfügen, mit dessen Hilfe sich die Wasserhöhe variabel einstellen lässt. Die Glasfronten an den Seiten sollen sich öffnen lassen. Im Außenbereich soll es insgesamt drei Becken geben: ein klassisches Nichtschwimmerbecken, ein Kinder- und ein Babybecken.

Baukosten explodieren

Gründe für die Umplanung sind nach Informationen unserer Zeitung zum einen die gestiegenen Baukosten. Zum anderen hätte bei der Ursprungsvariante das 50-Meter-Becken, das durch eine Trennwand teilbar gewesen wäre, ganzjährig mit Wasser gefüllt und wohl auch beheizt werden müssen. Die Statik der Trennwand hätte dem Druck nicht standgehalten, wenn denn das Wasser lediglich aus dem äußeren Bereich abgelassen worden wäre.

Eine gewisse Brisanz hat das Thema Henkhausen deshalb, weil es mit dem Lennebad in Hohenlimburg eine Alternative gibt. Eine Initiative hatte sich dafür stark gemacht, das Lennebad zu erhalten und zu sanieren, um so weiterhin das ganzjährige Schwimmen im Stadtteil zu ermöglichen. Die Verwaltung und weite Teile der Politik hatten sich für die Henkhausen-Lösung ausgesprochen.

Lennebad wird 2025 abgerissen

Ein initiierter Bürgerentscheid für den Erhalt des Lennebads, dem die Gegner ein teilüberdachtes 50-Meter-Becken in Henkhausen entgegensetzten, war letztlich allerdings daran gescheitert, dass pro Lennebad nicht genug Stimmen zusammenkamen. 2300 fehlten am Ende, um das notwendige Quorum zu erreichen. Das Lennebad wird nun 2025 abgerissen.

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