Soziales

Hagen: Martin Fuchs hilft Schwerbehinderten bei der Stadt

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Der 51-jährige Martin Fuchs ist der neue Schwerbehindertenvertreter der Stadt Hagen.

Der 51-jährige Martin Fuchs ist der neue Schwerbehindertenvertreter der Stadt Hagen.

Foto: Linda Kolms

Hagen.  Martin Fuchs ist Ansprechpartner für alle Themen rund um die Behinderung. Was seine Aufgaben sind und wie die Stadt bei dem Thema vorangeht

Er ist ein Ansprechpartner für alle Angelegenheiten rund um die Behinderung: Martin Fuchs ist seit dem 1. Oktober der neue Schwerbehindertenvertreter der Stadt Hagen. Und der 51-Jährige ist kein Unbekannter: Rund sechs Jahre lang war Fuchs bereits die stellvertretende Schwerbehindertenvertretung. Seit über 30 Jahren ist er bei der Stadtverwaltung tätig, davon 21 Jahre in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. „Als Stellvertreter habe ich meine Aufgaben in der Eingliederungshilfe noch nebenbei wahrgenommen, als neuer Schwerbehindertenvertreter ist das nun meine Haupttätigkeit“, sagt der Hagener.

Begleitung und Unterstützung von Mitarbeiterin mit Schwerbehinderung in Hagen

Fuchs kümmert sich um alle Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Schwerbehinderung, begleitet und unterstützt sie bei der Beschaffung von speziellen Arbeitsmitteln oder dem Ausfüllen von Anträgen auf Gleichstellung – und hat nebenbei auch für die Sorgen und Probleme der Beschäftigten immer ein offenes Ohr. Was ist dabei das Besondere an seinem Amt?

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„Die Schwerbehindertenvertretung ist eine autarke Stelle, das heißt, ich kann eigenständig Entscheidungen treffen und andere Parteien hinzuziehen, um das Bestmögliche für die schwerbehinderten Mitarbeiter zu erreichen. Meine Zeit kann ich mir frei einteilen und dadurch gezielt auf die Bedürfnisse der Beschäftigten eingehen.“

Hohe Quote: 240 Mitarbeiter bei Stadt Hagen mit Schwerbehinderung

So arbeitet der Schwerbehindertenvertreter auch eng mit verschiedenen Dienststellen in der Verwaltung, beispielsweise dem Personalrat, dem Fachbereich Personal und Organisation oder der Fachstelle für behinderte Menschen im Arbeitsleben, zusammen und fungiert als eine Art Bindeglied zwischen der Verwaltung und den schwerbehinderten Beschäftigten.

Das neunte Sozialgesetzbuch verpflichtet Arbeitgeber, ab einer Arbeitnehmerzahl von 20 Beschäftigten auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Die Stadtverwaltung verdoppelt diese Quote nahezu – von rund 3000 Mitarbeitern haben etwa 240 Beschäftigte eine Schwerbehinderung, was einer Quote von 8 Prozent entspricht. „Das ist ein tolles Zeichen und zeigt, dass die Stadt Hagen sich ihrer wichtigen gesellschafts- und sozialpolitischen Aufgabe bewusst ist und diese auch erfolgreich umsetzt“, freut sich Martin Fuchs.

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Förderung und Gleichstellung in Hagen weiter voranbringen

Die Einstellung von schwerbehinderten Menschen soll auch in den kommenden Jahren weiter fokussiert werden. „Eines meiner Ziele als Schwerbehindertenvertreter ist es, die Förderung und Gleichstellung schwerbehinderter Menschen in der Stadtverwaltung weiter voranbringen und ihnen die vielen Möglichkeiten aufzuzeigen, die sie bei der Stadt Hagen haben.“

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